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Google und Intel vertiefen Partnerschaft bei KI-Chips und Rechenzentren

Google setzt künftig mehrere Generationen von Intels Xeon-6-CPUs für KI-Trainings- und Inferenz-Workloads in seinen Rechenzentren ein.

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Google und Intel vertiefen Partnerschaft bei KI-Chips und Rechenzentren

Google hat sich verpflichtet, mehrere Generationen von Intel-Prozessoren in seinen KI-Rechenzentren einzusetzen und damit eine langjährige Partnerschaft deutlich auszubauen. Der Internetkonzern greift bereits seit fast drei Jahrzehnten auf Intel-CPUs für seine Serverinfrastruktur zurück. Nun kommen Intels neueste Xeon-6-Prozessoren gezielt für KI-Trainings- und Inferenz-Workloads zum Einsatz.

Finanzielle Details oder einen konkreten Zeitplan für die Vereinbarung nannten beide Unternehmen nicht. Der Deal könnte Intel jedoch eine deutlich stärkere Position in einem KI-Markt verschaffen, der bisher klar von Nvidia dominiert wird. Für Intel, das seit Jahren darum kämpft, mit neuen Technologietrends Schritt zu halten, ist die Partnerschaft ein wichtiges Signal an den Markt.

CPUs rücken in den Fokus des KI-Wettlaufs

Der Zeitpunkt der Vereinbarung ist strategisch bedeutsam: Experten sehen die CPU als zunehmend kritische Komponente in der nächsten Phase des KI-Wettlaufs. Dion Harris, Leiter der KI-Infrastruktur bei Nvidia, erklärte gegenüber CNBC im März, dass CPUs zum „Flaschenhals" werden, da agentische Workloads den Rechenbedarf über die bisher dominierenden Grafikprozessoren (GPUs) hinaus erhöhen. Damit gewinnt Intels Kernkompetenz – die CPU-Fertigung – wieder an strategischer Relevanz.

Intel fertigt den neuesten Xeon-Prozessor mit seiner fortschrittlichsten 18A-Technologie in seinem Chipwerk in Arizona, das im vergangenen Jahr eröffnet wurde. Trotz milliardenschwerer Investitionen in das Foundry-Geschäft bleiben Intels eigene Prozessoren der größte Kunde der neuen Fabrik. Das Werk steht sinnbildlich für Intels Ambitionen, sich als führender US-amerikanischer Chiphersteller zu positionieren.

Intel im Aufwind: Investitionen und neue Partnerschaften

Der Chiphersteller erlebt derzeit eine bemerkenswerte Aufholjagd. Im August verkaufte Intel eine Beteiligung von 10 % an die US-Regierung, wobei die Trump-Administration die Fähigkeit des Unternehmens hervorhob, fortschrittliche Chips auf US-Boden zu produzieren. Im darauffolgenden Monat gab Nvidia bekannt, eine Beteiligung in Höhe von 5 Milliarden US-Dollar an Intel erwerben zu wollen. Die Intel-Aktie hat sich im vergangenen Jahr infolge dieser Investitionen fast verdreifacht.

Zusätzlich postete Intel-Chef Tan Anfang dieser Woche auf LinkedIn, dass Elon Musk Intel damit beauftragt hat, kundenspezifische Chips für SpaceX, xAI und Tesla im Rahmen des sogenannten Terafab-Projekts in Texas zu entwerfen, zu fertigen und zu verpacken. Auch hier wurden keine finanziellen Details oder ein Zeitplan bekannt gegeben.

Gemeinsame Arbeit an der Infrastructure Processing Unit

Im Rahmen der Ankündigung bekräftigten Google und Intel zudem ihre Zusammenarbeit an einem weiteren Chiptyp: der Infrastructure Processing Unit (IPU), an der beide Unternehmen bereits seit 2022 gemeinsam arbeiten. Laut Intel dient dieser programmierbare Beschleuniger dazu, „Netzwerk-, Speicher- und Sicherheitsfunktionen von den Host-CPUs auszulagern".

Google erklärte gegenüber CNBC, dass die IPU ein neuartiger Chip war, als die Unternehmen vor vier Jahren erstmals daran arbeiteten. Er soll Kunden helfen, die Haupt-CPU in einem herkömmlichen Rechenzentrum besser zu nutzen, indem er sogenannte „Overhead"-Aufgaben übernimmt – darunter die Steuerung des Netzwerkverkehrs, die Speicherverwaltung, die Datenverschlüsselung und das Ausführen von Virtualisierungssoftware.

Parallel dazu entwickelt Google seit über einem Jahrzehnt seinen eigenen maßgeschneiderten KI-Beschleuniger, die Tensor Processing Unit (TPU). Seit 2024 stellt Google zudem seine eigene CPU namens Axion her – allerdings auf Basis eines Arm-Designs und nicht der von Intel favorisierten x86-Architektur. Die Partnerschaft mit Intel zeigt dennoch, dass Google auf eine breite Chip-Strategie setzt, anstatt ausschließlich auf eigene Entwicklungen zu vertrauen.

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