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Frankreich stärkt Eramet-Beteiligung für kritische Mineralien

Der französische Staat will größter Aktionär bei Eramet werden und sichert so den Zugang zu strategisch wichtigen Rohstoffen.

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Frankreich stärkt Eramet-Beteiligung für kritische Mineralien

Frankreich bereitet sich darauf vor, seine Beteiligung am angeschlagenen Bergbaukonzern Eramet deutlich auszubauen. Ziel der Maßnahme ist es, die Finanzen der Gruppe zu stabilisieren und Frankreichs Zugang zu kritischen Mineralien langfristig zu sichern. Der Staat soll damit zum größten Einzelaktionär des Unternehmens aufsteigen.

Eramet ist ein international tätiger Bergbau- und Metallurgiekonzern mit Fokus auf strategische Rohstoffe wie Mangan, Nickel und Lithium. Solche Mineralien gelten als unverzichtbar für die Energiewende – etwa für die Produktion von Batterien für Elektrofahrzeuge und Energiespeicher. Der Schritt des französischen Staates unterstreicht, wie ernst europäische Regierungen die Abhängigkeit von Drittstaaten bei diesen Schlüsselrohstoffen nehmen.

Soft Power durch Kapital: Das Beispiel Abu Dhabi

Ein historisch vergleichbares Muster zeigt sich beim Blick auf die Golfregion. Am Vorabend der globalen Finanzkrise schloss ein Mitglied der Herrscherfamilie von Abu Dhabi ein Geschäft ab, das die Nutzung des Sports als Plattform zur Ausübung von Soft Power nachhaltig prägen sollte. Im September 2008, nur wenige Tage nach dem Zusammenbruch von Lehman Brothers, erwarb Sheikh Mansour bin Zayed al-Nahyan den britischen Fußballverein Manchester City.

In den folgenden Monaten und Jahren, als die Staatsfonds der Golfregion im Aufstieg begriffen waren, half Sheikh Mansours Eigentümerschaft an Manchester City dabei, das Image von Abu Dhabi international zu verbessern. Staatliche Investitionen wurden so zu einem Instrument der Außenpolitik – ein Phänomen, das Experten als „Sportswashing" oder strategische Soft Power bezeichnen.

Kurz nach dem Manchester-City-Deal investierten Investoren aus Abu Dhabi mehr als 3 Milliarden Pfund in die britische Großbank Barclays. Die Bank versuchte damit, eine staatliche Rettung durch britische Steuerzahler zu vermeiden. Verschiedene Fonds aus der Golfregion expandierten in der Folge in zahlreiche Branchen – von Häfen über Glasfasernetze bis hin zu Offshore-Windparks.

Staatliche Investitionen als strategisches Instrument

Sowohl das Engagement Frankreichs bei Eramet als auch die historischen Investitionen der Golfstaaten verdeutlichen einen globalen Trend: Staatliche Beteiligungen dienen längst nicht mehr nur der Renditemaximierung, sondern verfolgen geopolitische und wirtschaftsstrategische Ziele. Für Europa gewinnt die Kontrolle über kritische Rohstofflieferketten angesichts wachsender geopolitischer Spannungen zunehmend an Bedeutung.

Frankreich folgt damit einer Logik, die auch andere EU-Staaten verfolgen: Schlüsselindustrien und Rohstoffzugänge durch direkte staatliche Beteiligungen abzusichern. Ob die geplante Aufstockung der Eramet-Beteiligung die erhofften Effekte für die Finanzstabilität des Konzerns und die Versorgungssicherheit Frankreichs bringt, bleibt abzuwarten.

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