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Fortescue investiert 680 Mio. Dollar in grüne Energie und bestätigt Jahresprognose

Der australische Eisenerzriese setzt auf Dekarbonisierung als Schutz vor volatilen Energiepreisen und hält an seiner Lieferprognose fest.

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Fortescue investiert 680 Mio. Dollar in grüne Energie und bestätigt Jahresprognose

Der australische Bergbaukonzern Fortescue hat am Freitag weitere Investitionen in grüne Energie angekündigt und gleichzeitig seine Lieferprognose für das laufende Geschäftsjahr bestätigt. Das Unternehmen, der weltweit viertgrößte Eisenerzproduzent, will sich damit gegen die Volatilität der globalen Ölmärkte absichern. Hintergrund ist der anhaltende Inflationsdruck auf die Bergbaubranche infolge des Krieges im Nahen Osten.

Fortescue investiert konkret 680 Millionen US-Dollar in den Aufbau neuer Infrastruktur für grüne Energie in der australischen Bergbauregion Pilbara. Dies baut auf einer früheren Verpflichtung auf, ein netzunabhängiges grünes Energiesystem zu entwickeln und damit fossile Brennstoffe im eigenen Betrieb zu ersetzen. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Perth verfolgt das Ziel, fossile Brennstoffe schneller als die Konkurrenz aus seinen Betriebsabläufen zu eliminieren.

„Wir treiben die Dekarbonisierung unserer Betriebsabläufe voran und sehen bereits die Vorteile", erklärte Dino Otranto, Chief Executive Officer von Fortescue Metals and Operations. „Wir gestalten die Energieversorgung unserer Betriebe grundlegend neu, indem wir unsere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen in einer Zeit verringern, in der die Energieversorgung zunehmend unsicher wird."

Quartalsergebnisse knapp unter Konsensschätzung

In den drei Monaten bis zum 31. März lieferte Fortescue insgesamt 48,4 Millionen Tonnen Eisenerz aus. Damit verfehlte das Unternehmen die Konsensschätzung von Visible Alpha in Höhe von 48,6 Millionen Tonnen knapp, übertraf jedoch den Vorjahreswert von 46,1 Millionen Tonnen deutlich. Die Hämatit-Sparte trug mit 46,4 Millionen Tonnen zum Quartalsergebnis bei, nach 44,6 Millionen Tonnen im Vorjahreszeitraum.

Allerdings stiegen die C1-Stückkosten in der Hämatit-Sparte um mehr als 4 Prozent auf 18,29 US-Dollar pro feuchter Tonne. Fortescue machte dabei auf eine wichtige Wechselwirkung aufmerksam: Eine Schwankung des Brent-Rohölpreises um 10 US-Dollar pro Barrel verändert die C1-Stückkosten für Hämatit-Eisenerz um etwa 0,20 US-Dollar pro feuchter Tonne – sofern alle anderen Faktoren konstant bleiben. Dies unterstreicht, warum die Strategie zur Reduzierung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen auch wirtschaftlich bedeutsam ist.

Iron Bridge mit Wachstum, aber wetterbedingte Störungen

Das Projekt Iron Bridge in Westaustralien verzeichnete im dritten Quartal ein deutliches Wachstum: Die Auslieferungen stiegen um 33,3 Prozent auf 2 Millionen Tonnen. Allerdings beeinträchtigten die tropischen Wirbelstürme Mitchell und Narelle in diesem Zeitraum sowohl Produktion als auch Lieferungen spürbar.

Infolgedessen senkte Fortescue die Jahresprognose für Iron Bridge auf 9 bis 10 Millionen Tonnen (auf 100-Prozent-Basis), verglichen mit der früheren Schätzung von 10 bis 12 Millionen Tonnen. Die Gesamtprognose für das Geschäftsjahr 2026 blieb hingegen unverändert bei 195 bis 205 Millionen Tonnen. Für Anleger ist dies ein Signal, dass das Unternehmen trotz der Herausforderungen durch Extremwetter und steigende Kosten an seinen übergeordneten Zielen festhält.

Die Strategie von Fortescue, frühzeitig und konsequent in erneuerbare Energien zu investieren, könnte sich langfristig als Wettbewerbsvorteil erweisen – insbesondere in einem Umfeld, in dem Energiepreise und geopolitische Unsicherheiten die Betriebskosten der gesamten Bergbaubranche belasten.

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