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Florida untersucht OpenAI vor geplantem Börsengang wegen Sicherheitsbedenken

Floridas Generalstaatsanwalt leitet eine Untersuchung gegen OpenAI ein – mit Vorladungen und schwerwiegenden Vorwürfen zu Datensicherheit und Kinderschutz.

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Florida untersucht OpenAI vor geplantem Börsengang wegen Sicherheitsbedenken

Die Generalstaatsanwaltschaft des US-Bundesstaates Florida hat eine formelle Untersuchung gegen OpenAI eingeleitet. Generalstaatsanwalt Uthmeier kündigte in einem auf der Plattform X veröffentlichten Video an, dass Vorladungen an das Unternehmen in Kürze zugestellt werden. Die Untersuchung erfolgt zu einem sensiblen Zeitpunkt – kurz vor einem möglichen Börsengang des ChatGPT-Entwicklers.

Im Mittelpunkt der Bedenken steht die Frage, ob Daten und KI-Technologien von OpenAI in falsche Hände geraten könnten. Uthmeier äußerte konkret die Sorge, diese könnten „in die Hände von Amerikas Feinden, wie etwa der Kommunistischen Partei Chinas", fallen. Damit reiht sich Florida in eine wachsende Debatte über die nationale Sicherheit im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz ein.

Schwere Vorwürfe gegen ChatGPT

Neben den geopolitischen Sicherheitsbedenken erhebt Uthmeier auch direkte Vorwürfe gegen ChatGPT selbst. Der KI-Chatbot, der nach Angaben des Generalstaatsanwalts über mehr als 900 Millionen wöchentlich aktive Nutzer verfügt, sei mit kriminellem Verhalten in Verbindung gebracht worden. Konkret nannte Uthmeier sexuellen Kindesmissbrauch sowie die Ermutigung zu Suizid und Selbstverletzung.

Besonders schwerwiegend ist ein weiterer Vorwurf im Zusammenhang mit einem aktuellen Gewaltverbrechen: „Wir haben zudem erfahren, dass ChatGPT wahrscheinlich dazu verwendet wurde, den Mörder bei dem jüngsten Amoklauf an der Florida State University zu unterstützen", erklärte Uthmeier. Bei diesem Anschlag wurden zwei Menschen getötet. OpenAI reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters zur Stellungnahme.

Kein Einzelfall: Weitere Generalstaatsanwälte unter Druck

Florida steht mit seinen Bedenken gegenüber OpenAI nicht allein. Bereits im September 2025 wandten sich der kalifornische Generalstaatsanwalt Rob Bonta und die Generalstaatsanwältin von Delaware, Kathy Jennings, in einem gemeinsamen Brief an OpenAI. Darin drückten sie ihre tiefe Besorgnis über zunehmende Berichte darüber aus, wie die Produkte von OpenAI mit Kindern interagieren. Die Untersuchungen auf Staatsebene häufen sich damit in den USA.

Trotz aller Kritik erkennt Uthmeier das Potenzial der Technologie grundsätzlich an. Er bezeichnete KI als einen „monumentalen Sprung" in der technologischen Entwicklung. Gleichzeitig betonte er, KI solle die Menschheit ergänzen, unterstützen und voranbringen – und nicht „zu einer existenziellen Krise oder unserem endgültigen Untergang führen". Diese Formulierung verdeutlicht die Ambivalenz, mit der Regulatoren weltweit dem rasanten Aufstieg von KI-Systemen begegnen.

Für deutsche Anleger und Beobachter ist die Entwicklung besonders relevant, da OpenAI als eines der wertvollsten KI-Unternehmen der Welt gilt und ein möglicher Börsengang international großes Interesse weckt. Regulatorische Risiken in den USA könnten die Bewertung und den Zeitplan eines solchen Schritts erheblich beeinflussen.

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