Fed-Zinsentscheidung: Wer sitzt im mächtigen FOMC-Ausschuss?
Nicht Jerome Powell allein bestimmt die US-Leitzinsen – ein zwölfköpfiges Gremium entscheidet per Mehrheit.

Die Zinspolitik der US-Notenbank Federal Reserve liegt nicht in den Händen einer einzelnen Person. Stattdessen entscheidet der sogenannte Federal Open Market Committee (FOMC) – der Offenmarktausschuss – per Mehrheitsbeschluss über die Höhe der Leitzinsen. Dem Gremium gehören insgesamt zwölf stimmberechtigte Mitglieder an.
Zur festen Besetzung des FOMC zählen alle sieben Gouverneure der Fed sowie der Präsident der Federal Reserve Bank of New York. Die restlichen vier Sitze rotieren jährlich im Januar unter den elf Präsidenten der regionalen US-Notenbanken. Dieses System stellt sicher, dass unterschiedliche wirtschaftliche Regionen der USA im Ausschuss vertreten sind.
Trumps Druck auf Powell bleibt ohne direkte Wirkung
US-Präsident Donald Trump hat wiederholt öffentlich gefordert, dass Fed-Chef Jerome Powell die Zinsen senken solle. Doch selbst als Vorsitzender des FOMC verfügt Powell lediglich über eine Stimme von zwölf. Eine Zinssenkung lässt sich also nicht im Alleingang durchsetzen – das Gremium entscheidet demokratisch.
Diese Struktur ist bewusst so konzipiert, um die Unabhängigkeit der Geldpolitik von politischem Einfluss zu schützen. Für deutsche Anleger ist das relevant, da Fed-Entscheidungen direkte Auswirkungen auf den Euro-Dollar-Kurs und globale Kapitalmärkte haben. Die aktuelle FOMC-Sitzung endet am Mittwoch dieser Woche.
Zusammensetzung des FOMC im Überblick
- 7 Gouverneure des Federal Reserve Board in Washington
- Präsident der Federal Reserve Bank of New York (ständiges Mitglied)
- 4 rotierende Sitze der regionalen Fed-Präsidenten (Wechsel im Januar)
- Insgesamt 12 stimmberechtigte Mitglieder
Die Entscheidungen des FOMC gelten als wichtigste geldpolitische Signale weltweit. Märkte und Investoren beobachten nicht nur das Ergebnis der Abstimmung, sondern auch die Stimmenverhältnisse und abweichende Voten einzelner Mitglieder genau.
