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Fed-Chef Powell schweigt zu Zukunftsplänen und DOJ-Ermittlungen

Jerome Powell weicht bei Pressekonferenz Fragen zu seiner Amtszeit und laufenden Untersuchungen aus.

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Fed-Chef Powell schweigt zu Zukunftsplänen und DOJ-Ermittlungen

Fed-Vorsitzender Jerome Powell hat sich am Mittwoch bei einer Pressekonferenz bedeckt gehalten, als es um seine persönliche Zukunft und rechtliche Angelegenheiten der Notenbank ging. Der oberste Währungshüter der USA wich gezielten Fragen aus und verwies auf den unpassenden Zeitpunkt.

Auf die direkte Frage, ob er nach Ablauf seiner Amtszeit als Fed-Vorsitzender im Mai weiterhin bei der Notenbank tätig sein werde, gab Powell keine klare Antwort. "Es gibt eine Zeit und einen Ort für diese Fragen", erklärte er knapp. Seine Amtszeit als Fed-Gouverneur läuft noch bis 2028 und würde ihm theoretisch ermöglichen, auch nach seiner Zeit als Vorsitzender im Gremium zu bleiben.

Die Trennung zwischen den beiden Rollen ist bedeutsam: Während die Amtszeit als Fed-Vorsitzender im Mai endet, könnte Powell als einfaches Mitglied des Board of Governors noch drei weitere Jahre im Entscheidungsgremium der Notenbank verbleiben. Ob er diesen Weg einschlagen wird, ließ er jedoch bewusst offen.

Schweigen zu DOJ-Vorladungen

Ebenso zurückhaltend zeigte sich Powell bei Fragen zu möglichen Vorladungen des Justizministeriums. Die Ermittlungen beziehen sich auf Renovierungsarbeiten bei der Federal Reserve. Auf die Frage, ob die Notenbank bereits auf entsprechende Vorladungen reagiert habe, antwortete Powell lediglich: "Dazu habe ich heute nichts mitzuteilen."

Auch eine Erklärung vom 11. Januar, nach der Reporter fragten, wollte Powell nicht näher erläutern. Der Fed-Chef blieb bei seiner Linie, sich zu laufenden rechtlichen Angelegenheiten nicht zu äußern.

Traditionelle Haltung zum Dollar

In einem weiteren Punkt folgte Powell der langjährigen Tradition der Federal Reserve: Er äußerte sich nicht zum Dollarkurs. Diese Zurückhaltung entspricht der üblichen Praxis der US-Notenbank, Währungsfragen dem Finanzministerium zu überlassen.

Die ausweichenden Antworten Powells dürften die Spekulationen über seine Zukunft weiter befeuern. Beobachter werten sein Schweigen unterschiedlich – während einige darin ein Zeichen für einen möglichen Rückzug sehen, interpretieren andere es als diplomatisches Ausweichen in politisch sensiblen Zeiten.

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