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FAA erteilt Boeing 737 Max 10 die lang ersehnte Zulassung

Die US-Luftfahrtbehörde genehmigt das größte Modell der 737-Familie – ein Meilenstein für den kriselnden Flugzeugbauer.

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FAA erteilt Boeing 737 Max 10 die lang ersehnte Zulassung

Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat nach jahrelangen Verzögerungen die Zulassung für die Boeing 737 Max 10 erteilt. Für den angeschlagenen Flugzeugbauer ist dies ein entscheidender Meilenstein. Boeing kämpft seit den fatalen Abstürzen der Jahre 2018 und 2019 sowie diversen Sicherheitsbedenken um seine Profitabilität.

Die Max 10 ist das größte Modell der 737-Familie und bietet Platz für bis zu 230 Passagiere. Sie gilt als zentraler Baustein in Boeings Strategie, um im Wettbewerb mit Airbus im Segment der Schmalrumpfflugzeuge zu bestehen. Laut Stephanie Pope, Chefin der Verkehrsflugzeugsparte, bietet das Modell die besten Sitzplatzökonomien seiner Klasse.

Die Zertifizierung erfolgte, nachdem die FAA einen zuvor identifizierten Softwarefehler bei Flugpfadänderungen nach einem abgebrochenen Landeanflug als sicherheitstechnisch unbedenklich eingestuft hatte. Verkehrsminister Sean Duffy bezeichnete die Zulassung als großen Erfolg für die amerikanische Fertigung. Gleichzeitig betonte er die Notwendigkeit, den Zertifizierungsprozess künftig zu beschleunigen.

Wettbewerbsdruck und Reformdebatte

Analysten wie Sheila Kahyaoglu von Jefferies sehen in der Zulassung eine Reaktion auf den Wettbewerbsdruck durch China. Duffy hatte zuvor mit Führungskräften der Luftfahrtindustrie über Reformen beraten. Dies befeuerte Spekulationen über eine beschleunigte Zulassung der Boeing 777X.

Für Boeing ist der Erfolg essenziell: Die Max 10 macht über 50 Prozent der seit 2020 eingegangenen Bestellungen aus. Sie ist damit ein wichtiger Faktor für den Auftragsbestand von fast 7.000 Maschinen. Airlines wie Alaska, American, United und Delta warten bereits seit Jahren auf das Modell.

Während United-CEO Scott Kirby die Verzögerungen kritisierte, plant Alaska Airlines nun, das Flugzeug mit Lie-Flat-Sitzen auszustatten, um das Premium-Angebot zu stärken. Boeing konnte zudem jüngst einen 20-Milliarden-Dollar-Auftrag des Pentagons für einen neuen Tarnkappenjäger sichern und eine Einigung mit der Gewerkschaft der Ingenieure erzielen.

Trump fordert Dividenden für Rechenzentren

In einem anderen wirtschaftspolitischen Kontext äußerte sich US-Präsident Donald Trump zu der wachsenden politischen Debatte um Rechenzentren. Angesichts der zunehmenden Kritik an deren hohem Energie- und Wasserverbrauch forderte Trump die Betreiber auf, „Deals“ mit den betroffenen Gemeinden zu schließen.

Er schlug vor, dass Rechenzentren den Kommunen oder einzelnen Bürgern eine „Dividende“ zahlen sollten, um die Akzeptanz für die kostspieligen Anlagen zu erhöhen. Trump betonte zudem, dass große Rechenzentren verpflichtet werden sollten, ihren Strombedarf selbst zu decken und überschüssige Energie in das lokale Netz einzuspeisen. Dies könnte die Strompreise senken.

Die Branche steht derzeit unter Druck: Während der KI-Infrastrukturausbau hohe Investitionen erfordert, warnen Experten wie HSBC-CEO Georges Elhedery vor einer zu unkritischen Herangehensweise bei der Finanzierung. Die Sorgen um die Belastung der Stromnetze und die ökologischen Auswirkungen haben bereits in mehreren US-Bundesstaaten zu Diskussionen über Moratorien geführt.

Für deutsche Anleger sind beide Entwicklungen relevant: Boeing-Aktien hängen maßgeblich am Erfolg der 737-Max-Reihe, während die Debatte um Rechenzentren die Bewertung von KI-Infrastruktur- und Energieunternehmen beeinflusst.

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