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EZB hält Leitzins bei 2,0 Prozent – Euro-Stärke setzt Lagarde unter Druck

Währungshüter pausieren erneut bei Zinsentscheidung. Inflation sinkt deutlich unter Zielmarke.

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EZB hält Leitzins bei 2,0 Prozent – Euro-Stärke setzt Lagarde unter Druck

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat auf ihrer ersten Sitzung 2026 den Leitzins unverändert bei 2,0 Prozent belassen. Der für die Geldpolitik entscheidende Einlagensatz verharrt damit seit Juni 2025 auf diesem Niveau. Es ist bereits die fünfte Zinspause in Folge, nachdem die Notenbank zuvor zwischen Sommer 2024 und Frühjahr 2025 achtmal die Zinsen um insgesamt zwei Prozentpunkte gesenkt hatte.

Die Entscheidung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Inflation im Euroraum deutlich nachgelassen hat. Im Januar 2026 stiegen die Verbraucherpreise nur noch um 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat – der niedrigste Wert seit April 2021. Damit liegt die Teuerungsrate erstmals seit langem klar unter dem EZB-Zielwert von 2,0 Prozent.

Märkte spekulieren auf Zinswende

Die schwache Inflationsentwicklung nährt an den Finanzmärkten Spekulationen über mögliche Zinssenkungen im weiteren Jahresverlauf. Ökonomen erwarten, dass die EZB bei anhaltend niedriger Teuerung ihre restriktive Haltung überdenken könnte. Besonders im Fokus stand daher die Pressekonferenz von EZB-Präsidentin Christine Lagarde, bei der Investoren auf Signale für künftige Lockerungsschritte hofften.

Zusätzlichen Handlungsdruck erzeugt die Stärke des Euro. Die Gemeinschaftswährung hatte in der Vorwoche die Marke von 1,20 US-Dollar überschritten und damit den höchsten Stand seit über drei Jahren erreicht. Aktuell notiert der Euro bei rund 1,18 Dollar. Für die exportorientierte Wirtschaft der Eurozone könnte eine anhaltende Währungsstärke zum Problem werden, da sie die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen auf den Weltmärkten beeinträchtigt.

Währungsentwicklung im Blick

Eine dauerhaft starke europäische Währung verteuert Exporte und könnte die ohnehin schwächelnde Konjunktur zusätzlich belasten. Dies könnte die EZB zu geldpolitischen Gegenmaßnahmen veranlassen, um die Wirtschaft zu stützen. Anleger beobachten daher genau, ob die Notenbank ihre Kommunikation anpasst und damit den Weg für weitere Zinssenkungen ebnet.

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