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Exklusiv: Kirsh-Familie baut eines der größten Family Offices auf

Nach dem 29-Milliarden-Dollar-Verkauf von Jetro Restaurant Depot strukturiert die Familie Kirsh ihr Vermögen neu.

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Exklusiv: Kirsh-Familie baut eines der größten Family Offices auf

Die Familie des 94-jährigen Unternehmers Nathan Kirsh baut ein Family Office auf, das nach Einschätzung mit der Angelegenheit vertrauter Personen als eines der größten der vergangenen Jahre gelten dürfte. Auslöser ist der Verkauf des Restaurant-Zulieferers Jetro Restaurant Depot zu Beginn dieses Jahres. Der Deal hatte ein Volumen von 29 Milliarden Dollar – einschließlich der übernommenen Schulden.

Der Verkauf gilt als das entscheidende Ereignis, das die Vermögensverwaltung der Familie nun grundlegend umgestaltet. Bislang wurde Jetro Restaurant Depot von Patriarch Nathan Kirsh geleitet. Mit dem plötzlichen Zufluss an Kapital steht die Familie vor der Aufgabe, diese Mittel professionell zu verwalten und breit zu streuen.

Wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichteten, haben Vertreter der Familie bereits Gespräche mit potenziellen Investment-Chefs, Mitgliedern des Investmentausschusses und Beratern geführt. Im Mittelpunkt steht das bestehende Kirsh-Family-Office in New York, das unter der Bezeichnung „Kifo" firmiert. Diese Gespräche laufen, während sich die Familie auf die Verwaltung des plötzlichen Geldzuflusses vorbereitet.

Zwei neue Spitzenpositionen im Visier

Neben der Suche nach Führungspersonal für das Family Office hat die Familie nach Angaben der Insider eine weitere Personaloffensive gestartet. Demnach wird ein Leiter für Private-Equity-Investments gesucht, also für Beteiligungen an nicht börsennotierten Unternehmen. Parallel dazu läuft die Suche nach einem Leiter für Public-Market-Investments, der die Anlagen an den öffentlichen Kapitalmärkten verantworten soll.

Hinter diesen Schritten steht die Familie in ihrer Gesamtheit: Neben Nathan Kirsh gehören seine drei Kinder sowie deren Familien dazu. Die Aufteilung der Verantwortung auf unterschiedliche Anlageklassen deutet auf eine breit diversifizierte Strategie hin. Ein Family Office dieser Größenordnung verwaltet das Vermögen wohlhabender Familien und übernimmt dabei Aufgaben, die klassische Banken oft nicht in dieser Tiefe abdecken.

Der Fall ist ein Beispiel für einen breiteren Trend in der Vermögensverwaltung. Wenn Unternehmerfamilien große Beteiligungen verkaufen, fließt häufig ein Vielfaches des bisherigen Verwaltungsvolumens auf einmal zu. Die Family Offices wachsen dann sprunghaft und müssen ihre Strukturen, Prozesse und ihr Personal entsprechend ausbauen.

Bedeutung für Anleger

Für deutsche Privatanleger ist der Vorgang vor allem als Signal zu lesen: Große Familienvermögen suchen nach professionellen Strukturen für Private-Equity- und Kapitalmarktinvestments. Solche Family Offices treten an den Märkten zunehmend als eigenständige Investoren auf und konkurrieren mit institutionellen Anlegern um attraktive Beteiligungen.

Ob und in welchem Umfang die Familie Kirsh dabei auch europäische oder deutsche Zielobjekte ins Auge fasst, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor. Klar ist bislang nur, dass die Auswahl geeigneter Investmentverantwortlicher offenbar hohe Priorität genießt. Welche Namen am Ende zum Zuge kommen, ist noch offen.

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