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Ex-SK-Hynix-Mitarbeiter wegen Technologiediebstahl zu Haft verurteilt

Ein ehemaliger SK-Hynix-Angestellter gab vertrauliche Halbleiter-Informationen an ein chinesisches Unternehmen weiter und wurde dafür verurteilt.

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Ex-SK-Hynix-Mitarbeiter wegen Technologiediebstahl zu Haft verurteilt

Ein ehemaliger Mitarbeiter des südkoreanischen Halbleiterkonzerns SK Hynix ist zu 18 Monaten Haft verurteilt worden. Das Hohe Gericht in Seoul bestätigte in einem Berufungsverfahren das Urteil der Vorinstanz. Der Mann hatte vertrauliche Informationen über Halbleiter-Fertigungstechnologien an ein chinesisches Unternehmen weitergegeben.

Konkret ging es um Informationen zu sogenannten CMOS-Bildsensoren – einer Technologie, die in Nicht-Speicher-Chips für Smartphone-Kameras und Laptops eingesetzt wird. Die Weitergabe der Daten erfolgte im Jahr 2022. CMOS-Bildsensoren sind ein zentraler Bestandteil moderner Unterhaltungselektronik und gelten als strategisch bedeutsame Halbleitertechnologie.

Dokumente ausgedruckt und fotografiert

Das Gericht stellte fest, dass der Angeklagte zuvor in der SK-Hynix-Niederlassung in China tätig war. Er lud Dokumente mit Geschäftsgeheimnissen vom internen Server des Unternehmens herunter und druckte diese aus oder fotografierte sie – ein klarer Verstoß gegen die Sicherheitsvorschriften des Konzerns.

Einen Teil der sensiblen Informationen gab der Mann in einem Lebenslauf preis, den er bei einem chinesischen Unternehmen einreichte. Der Bericht der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap nannte das betreffende chinesische Unternehmen nicht namentlich. Das Hohe Gericht in Seoul reagierte außerhalb der Geschäftszeiten nicht auf eine Anfrage von Reuters um Stellungnahme.

Geständnis und teilweise Rückgewinnung der Daten

Der Angeklagte gestand alle Anklagepunkte. Positiv zu vermerken ist, dass der Großteil der entwendeten Informationen vom Unternehmen zurückgewonnen werden konnte, wie Yonhap berichtete. Dies dürfte bei der Strafzumessung eine Rolle gespielt haben.

Der Fall reiht sich in eine wachsende Zahl von Fällen ein, bei denen südkoreanische Halbleiterunternehmen mit dem Diebstahl von Technologiegeheimnissen konfrontiert sind. Südkorea ist einer der weltweit führenden Standorte für die Halbleiterproduktion, und Konzerne wie SK Hynix oder Samsung Electronics stehen im globalen Wettbewerb unter besonderem Druck, ihre technologischen Vorsprünge zu schützen.

SK Hynix gehört zu den größten Speicherchip-Herstellern der Welt und ist ein wichtiger Lieferant für internationale Technologiekonzerne. Der Schutz von Betriebsgeheimnissen und Fertigungstechnologien hat für das Unternehmen und die gesamte südkoreanische Halbleiterindustrie höchste Priorität. Fälle wie dieser verdeutlichen, wie ernst die Bedrohung durch Industriespionage genommen wird – und dass die südkoreanische Justiz entsprechende Vergehen konsequent verfolgt.

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