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Erzeugerpreise fallen stärker als erwartet

Rückgang vor allem durch sinkende Energiepreise – Lebensmittel verteuern sich deutlich

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Erzeugerpreise fallen stärker als erwartet

Der Rückgang der deutschen Erzeugerpreise hat sich im September 2024 stärker beschleunigt als erwartet. Im Vergleich zum Vorjahr verlangten Hersteller gewerblicher Produkte im Durchschnitt 1,4 Prozent weniger für ihre Erzeugnisse. Dieser Rückgang wurde maßgeblich durch günstigere Energiepreise verursacht, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Damit setzte sich der Abwärtstrend der Erzeugerpreise bereits zum 15. Mal in Folge fort. Ökonomen hatten zuvor mit einem Rückgang von nur 1,0 Prozent gerechnet, was die tatsächliche Entwicklung stärker als prognostiziert erscheinen lässt. Bereits in den Vormonaten Juli und August waren die Preise um jeweils 0,8 Prozent gesunken.

Die Erzeugerpreise, die die Preise von Produkten vor ihrer Weiterverarbeitung oder ihrem Verkauf im Groß- und Einzelhandel erfassen, gelten als wichtiger Indikator für die zukünftige Entwicklung der Verbraucherpreise. Auch die Inflationsrate in Deutschland ist im September auf 1,6 Prozent gefallen, den niedrigsten Wert seit etwa dreieinhalb Jahren.

Der Rückgang der Erzeugerpreise ist vor allem auf die gesunkenen Energiepreise zurückzuführen. Im Vergleich zum Vorjahr sank der durchschnittliche Preis für Energie um 6,6 Prozent. Besonders deutlich fielen die Preise für Gas mit einem Minus von 10,4 Prozent. Auch Strom wurde um 9,5 Prozent günstiger, während die Preise für Mineralölerzeugnisse um 14,4 Prozent sanken. Kraftstoffe wie Benzin waren im September 16,1 Prozent und leichtes Heizöl sogar 27,8 Prozent billiger als ein Jahr zuvor. Ohne die Berücksichtigung der Energiepreise wären die Erzeugerpreise um 1,2 Prozent gestiegen.

Im Gegensatz dazu stiegen die Preise für Nahrungsmittel um 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Besonders deutlich verteuerten sich Butter mit einem Plus von 52,1 Prozent sowie Süßwaren, deren Preise um 18,8 Prozent anzogen. Auch Kaffee verteuerte sich mit einem Preisaufschlag von 7,0 Prozent. Bei Obst und Gemüse war ebenfalls ein Anstieg von 5,2 Prozent zu verzeichnen. Im Gegensatz dazu wurden einige Produkte günstiger, darunter Getreidemehl, das um 13,7 Prozent weniger kostete, sowie Schweinefleisch, dessen Preis um 9,8 Prozent zurückging.

DeutschlandFinanzenInflationLebensmittelpreiseEnergiepreise

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