Enhabit-Aktie springt 22,5 Prozent nach Milliarden-Übernahme durch Kinderhook
Private-Equity-Gesellschaft Kinderhook Industries übernimmt den US-Pflegedienstleister Enhabit für rund 1,1 Milliarden Dollar in bar.

Die Aktien von Enhabit Inc. (NYSE: EHAB) schossen am Montag im vorbörslichen Handel um 22,5 Prozent in die Höhe. Auslöser war die Bekanntgabe einer endgültigen Übernahmevereinbarung mit der Private-Equity-Gesellschaft Kinderhook Industries. Der Deal hat ein Gesamtvolumen von rund 1,1 Milliarden US-Dollar.
Die Aktionäre von Enhabit erhalten im Rahmen der Transaktion 13,80 US-Dollar je Aktie in bar. Das entspricht einem Aufschlag von 24,4 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom 20. Februar, dem letzten vollen Handelstag vor der Ankündigung. Gegenüber dem volumengewichteten 60-Tage-Durchschnittskurs beträgt die Prämie sogar 33,8 Prozent.
Nach Abschluss der Transaktion wird Enhabit von der New York Stock Exchange dekotiert und in ein privates Unternehmen umgewandelt. Der Betrieb soll unter dem bisherigen Namen und der bestehenden Marke fortgeführt werden.
Deal-Details und Zeitplan
Der Board of Directors von Enhabit hat der Übernahme einstimmig zugestimmt. Der Abschluss der Transaktion wird für das zweite Quartal 2026 erwartet, sofern die Aktionäre zustimmen und die notwendigen Regulierungsgenehmigungen erteilt werden. Kinderhook hat nach eigenen Angaben bereits eine verbindliche Finanzierung für den Deal gesichert.
Als Berater fungieren auf Seiten von Enhabit Goldman Sachs & Co. LLC als exklusiver Finanzberater sowie Jones Day als Rechtsberater. Kinderhook wird von Guggenheim Securities finanziell und von Kirkland & Ellis rechtlich begleitet – eine in der US-Private-Equity-Branche typische Beraterbesetzung.
Angesichts der laufenden Transaktion wird Enhabit keine Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen abhalten und auch keine Finanzprognose für 2026 veröffentlichen. Die Ergebnisse für das vierte Quartal sowie das Geschäftsjahr 2025 sollen am 4. März nach US-Börsenschluss veröffentlicht werden.
Kinderhook Industries ist auf Investitionen in mittelständische Unternehmen im Gesundheits- und Umweltsektor spezialisiert. Für deutsche Anleger, die in US-Gesundheitsaktien investiert sind, verdeutlicht der Deal einmal mehr die anhaltend hohe Übernahmeaktivität im amerikanischen Pflegemarkt.
