EDX Markets beantragt nationale Trust-Bank-Lizenz bei US-Aufsicht
Die von Citadel Securities unterstützte Kryptobörse strebt eine Zulassung als nationale Treuhandbank an.

EDX Markets hat beim US-amerikanischen Office of the Comptroller of the Currency (OCC) einen Antrag auf eine nationale Treuhandbank-Lizenz eingereicht. Das geht aus einem am Mittwoch veröffentlichten Dokument hervor. Die Kryptobörse wird von namhaften Finanzinstituten unterstützt und reiht sich damit in eine wachsende Gruppe von Kryptounternehmen ein, die unter dem aktuellen regulatorischen Rahmen ähnliche Lizenzen anstreben.
Der Antrag wurde unter der Trump-Administration gestellt, die der Kryptowährungsbranche deutlich wohlgesonnener gegenübersteht als die Vorgängerregierung. Bereits im Dezember erhielten fünf Kryptounternehmen – darunter Circle Internet Group und Ripple – bedingte Genehmigungen für Treuhandbank-Lizenzen. EDX folgt nun diesem Trend.
Breites Dienstleistungsangebot geplant
Im Falle einer Genehmigung durch die OCC wäre EDX Markets berechtigt, Dienstleistungen in den Bereichen Verwahrung, Vermögensverwaltung und Eigenhandel anzubieten. Gleichzeitig würde das Unternehmen weiterhin das Order-Matching für seine Kunden durchführen. Eine Treuhandbank-Lizenz würde EDX damit deutlich breiter aufstellen als bisher.
EDX Markets wurde 2022 gegründet, um traditionellen Finanzakteuren den Zugang zu digitalen Vermögenswerten zu erleichtern. Zu den Investoren zählen laut Unternehmenswebsite Citadel Securities, Virtu Financial, Fidelity Digital Assets und Hudson River Trading – allesamt etablierte Namen aus dem klassischen Finanzsektor.
Für deutsche Anleger ist die Entwicklung ein weiteres Signal, dass die institutionelle Infrastruktur rund um Kryptowährungen in den USA rapide wächst. Die zunehmende Regulierung und Lizenzierung von Kryptounternehmen durch offizielle US-Behörden wie die OCC könnte mittelfristig auch Druck auf europäische Regulatoren ausüben, ähnliche Rahmenbedingungen zu schaffen.
