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DoorDash vor Übernahme von Instacart: Deal könnte Donnerstag verkündet werden

Laut CNBC-Quellen könnte DoorDash den Kauf von Instacart bereits am Donnerstagvormittag offiziell bekannt geben.

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DoorDash vor Übernahme von Instacart: Deal könnte Donnerstag verkündet werden

Die Übernahme von Instacart durch DoorDash könnte bereits am Donnerstagvormittag bekannt gegeben werden. Das berichten mit der Angelegenheit vertraute Quellen gegenüber dem US-Sender CNBC. Damit würde ein Deal konkret werden, über den seit Tagen spekuliert wird und der den Markt für Online-Lebensmittellieferungen in den USA grundlegend verändern könnte.

Die Gerüchte um einen Verkauf von Instacart kursieren seit der vergangenen Woche. Auslöser war ein Bericht von The Information, wonach Instacart einen Verkauf des Unternehmens prüfe und Gespräche mit Firmen wie Uber und DoorDash führe. Am Montag meldeten mehrere Medien übereinstimmend, dass sich DoorDash bereits in fortgeschrittenen Verhandlungen zur Akquisition von Instacart befinde. Der Deal könnte Instacart auf einen Wert von etwa 17 Milliarden Dollar bewerten.

Marktreaktion und offizielle Reaktionen

An der Börse schlug sich die Nachricht bereits nieder. Im außerbörslichen Handel stieg die Aktie von Instacart am Mittwoch um rund 4 Prozent. Die Aktienkurse von DoorDash hingegen fielen um weniger als 1 Prozent. Instacart lehnte eine Kommentierung des Vorgangs ab. Vertreter von DoorDash reagierten zunächst nicht umgehend auf die Anfrage von CNBC nach einer Stellungnahme.

Für DoorDash würde die Übernahme einen deutlichen Ausbau seiner Präsenz im Online-Lebensmittel-Lieferdienst bedeuten. Das Unternehmen hatte ursprünglich mit der Lieferung von Essen begonnen und seither schrittweise weitere Händler in seinen Marktplatz integriert. Dazu zählen unter anderem Sephora, Macy’s, Staples und Anthropologie. In den vergangenen Monaten konnte DoorDash zudem eine wachsende Reihe regionaler Supermärkte als Partner gewinnen, nachdem es im Vorjahr eine Partnerschaft mit Kroger angekündigt hatte.

Instacart unter wachsendem Druck

Instacart, das 2023 an die Börse ging, zählte zu den größten Nutznießern eines pandemiebedingten Booms bei Lebensmittellieferdiensten. Diese Dynamik konnte das Unternehmen nach dem Abklingen der Corona-Sonderkonjunktur jedoch nur schwer aufrechterhalten. Hinzu kommt regulatorischer Gegenwind: Im Dezember vereinbarte Instacart die Zahlung von 60 Millionen Dollar, um Klagen der Federal Trade Commission (FTC) beizulegen. Die US-Wettbewerbsbehörde hatte dem Unternehmen vorgeworfen, Nutzer durch falsche Werbung getäuscht und „rechtswidrige Abonnement-Anmeldepraktiken“ angewendet zu haben.

Der Dienst sieht sich außerdem zunehmend hartem Wettbewerb von Unternehmen wie Amazon und Walmart ausgesetzt. Nach einer Verlangsamung seines stationären Lebensmittelgeschäfts hat Amazon sein Online-Lebensmittelgeschäft verstärkt ausgebaut. Der Konzern nutzt dabei sein umfangreiches Fulfillment-Netzwerk, um Lieferungen von Haushaltswaren, Vorratsgütern und verderblichen Waren zu beschleunigen. Sowohl Amazon als auch Walmart sind weiter in den Bereich der Same-Day- und Next-Day-Lieferungen vorgedrungen, was eine Bedrohung für das On-Demand-Liefermodell von Instacart darstellt.

Kartellrechtliche Hürden möglich

Ob ein Zusammenschluss überhaupt genehmigt würde, ist offen. Analysten haben darauf hingewiesen, dass eine potenzielle Kombination von Instacart und DoorDash angesichts der Marktüberschneidungen der Unternehmen kartellrechtliche Prüfungen nach sich ziehen könnte. „Plattformen für Drittanbieter-Lieferdienste machen zwar weiterhin nur einen Minderheitsteil des gesamten Lebensmittelverbrauchs aus, doch eine engere Aufschlüsselung des Online-Marktes oder eine Betrachtung aus der Perspektive der Supermärkte als Unternehmenskunden kann Genehmigungen erschweren“, schrieben Analysten von Wedbush in einem Forschungsbericht vom Montag.

Für deutsche Anleger ist der Vorgang vor allem deshalb relevant, weil er die Konsolidierung im US-Liefergeschäft illustriert. Der Wettbewerb in diesem Segment wird seit Jahren über Skaleneffekte, Liefernetzwerke und Abonnementmodelle entschieden. Sollte DoorDash Instacart tatsächlich übernehmen, entstünde ein deutlich größerer Anbieter im Markt für Lebensmittel- und Alltagslieferungen – mit entsprechenden Folgen für Wettbewerber, Supermarktpartner und Investoren. Ob und wann eine offizielle Bestätigung erfolgt, blieb zunächst offen.

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