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DoorDash vor 17-Milliarden-Dollar-Deal: Übernahme von Instacart rückt näher

Laut Wall Street Journal stehen DoorDash und Instacart in fortgeschrittenen Verhandlungen über eine milliardenschwere Übernahme.

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DoorDash vor 17-Milliarden-Dollar-Deal: Übernahme von Instacart rückt näher

DoorDash (DASH) steht laut Medienberichten kurz vor der Übernahme des Lebensmittellieferdienstes Instacart. Der Deal könnte ein Volumen von 17 Milliarden US-Dollar erreichen. Das berichtete das Wall Street Journal am Montag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Die beiden Unternehmen befinden sich dem Bericht zufolge in „fortgeschrittenen Verhandlungen“. Ein Abschluss könnte noch in dieser Woche erfolgen. Die beteiligten Firmen haben zu dem Bericht bislang keine Stellung genommen.

An der Börse kam die Nachricht zunächst nicht gut an. Die DoorDash-Aktie fiel am Montagabend nach Bekanntwerden der Meldung. Am Dienstagmorgen notierte das Papier dann unverändert. Damit reagierten die Anleger zurückhaltend auf die Aussicht, dass DoorDash einen direkten Konkurrenten im Bereich der Lebensmittellieferung übernehmen könnte.

Die Details

Im Zentrum der Berichterstattung steht ein möglicher Zusammenschluss zweier großer Player des US-amerikanischen Liefergeschäfts. Auf der einen Seite steht DoorDash, das unter dem Ticker DASH an der Börse notiert ist. Auf der anderen Seite steht Instacart, das vielen Anlegern auch unter dem Namen Maplebear Inc. bekannt ist.

Der genannte Kaufpreis von 17 Milliarden US-Dollar ist die zentrale Zahl des Berichts. Er beschreibt das Volumen, das ein Zusammenschluss nach Angaben des Wall Street Journal erreichen könnte. Die Verhandlungen werden als „fortgeschritten“ beschrieben, was bedeutet, dass die Gespräche bereits weit gediehen sind, aber noch nicht abgeschlossen wurden.

Als möglicher Zeitpunkt für einen Abschluss nennt der Bericht noch diese Woche. Ob es tatsächlich dazu kommt, ist offen. Die Unternehmen selbst haben sich zu dem Bericht nicht geäußert, sodass die Angaben bislang nicht offiziell bestätigt sind.

Für die Einordnung ist wichtig: Die Meldung stammt vom Montag und wurde am Dienstagmorgen an den Märkten verarbeitet. Der zunächst negative Kursverlauf der DoorDash-Aktie am Montagabend und der anschließend unveränderte Stand am Dienstagmorgen zeigen, dass die Anleger die Nachricht mit Vorsicht aufnehmen.

Hintergrund: Was bisher geschah

Die aktuelle Meldung ist Teil einer längeren Entwicklung rund um Instacart und den US-Liefermarkt. Bereits am 24.10.2026 berichtete aktien.news, dass die Aktie von Maplebear Inc. – vielen Anlegern besser bekannt als Instacart – im After-Hours-Handel um 0,6 Prozent nachgab und bei 56,12 US-Dollar notierte. Zuvor hatte das Papier während der regulären Handelszeit ein neues 52-Wochen-Hoch von 57,98 Dollar markiert.

Damals verdaut der Titel einen kräftigen Tagesgewinn, der durch einen hochkarätigen Bericht ausgelöst worden war. Dem Bericht zufolge prüfte das Unternehmen einen Verkauf und führte erste Gespräche mit Uber und DoorDash. Nach Angaben aus dem Bericht arbeitete Maplebear mit einer Investmentbank zusammen, um seine strategischen Optionen zu bewerten. Ein für Übernahmen typischer Aufschlag von 30 bis 40 Prozent hätte rechnerisch eine bestimmte Bewertung ergeben.

Schon früher, am 15.09.2026, berichtete aktien.news über Druck auf die Instacart-Aktie. Die Aktien des US-Lieferdienstes Instacart (Maplebear, NASDAQ:CART) fielen damals am Vormittag um 3,5 Prozent und notierten zeitweise bei 47,76 US-Dollar. Damit setzte sich ein Abwärtstrend der vorangegangenen Woche fort, in der die Papiere bereits rund sechs Prozent verloren hatten. Hauptauslöser waren Berichte des Research-Instituts Edgewater Research, das auf Indizien vom Konkurrenten DoorDash verwies, die auf eine wahrscheinlicher werdende Partnerschaft mit dem Einzelhandelsriesen Costco (NASDAQ:COST) hindeuteten. Sollte dieser Deal zustande kommen, würde dies das bis dahin quasi-exklusive Verhältnis zwischen Instacart und Costco in den USA infrage stellen.

Auch auf europäischer Seite war DoorDash zuletzt aktiv. Bereits am 23.05.2026 berichtete aktien.news, dass Uber und DoorDash Sondierungsgespräche mit Investoren des deutschen Essenslieferdienstes Delivery Hero über ein mögliches Übernahmeangebot geführt haben. Das berichtete die Financial Times am Samstag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Reuters konnte den Bericht zunächst nicht unabhängig verifizieren. Uber, DoorDash und Delivery Hero reagierten zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme. Mehrere Investoren hätten signalisiert, dass sie für den deutschen Konzern einen Preis von über 40 Euro pro Aktie anstreben würden, hieß es in dem Bericht. Zum damaligen Wechselkurs entsprach das einem Wert von rund 46,41 US-Dollar je Aktie.

Am selben Tag, dem 23.05.2026, meldete aktien.news zudem, dass Uber und DoorDash offenbar gemeinsam mit Investoren eine mögliche Übernahme von Delivery Hero erkunden. Wie die Financial Times unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtete, strebten mehrere Investoren dabei einen Preis von über 40 Euro (rund 46,41 US-Dollar) pro Aktie für den deutschen Essenslieferdienst an. Der Vorstand von Delivery Hero erwog laut FT zwei mögliche Szenarien: entweder einen vollständigen Verkauf des Unternehmens oder eine Reihe von Einzeltransaktionen, die zur Abspaltung der Geschäftsbereiche führen sollten.

Was das für Anleger bedeutet

Für deutsche Privatanleger ist die Meldung aus mehreren Gründen relevant. Zum einen zeigt sie, dass die Konsolidierung im globalen Liefergeschäft weiter voranschreitet. DoorDash, das bereits im Mai 2026 gemeinsam mit Uber ein mögliches Engagement beim deutschen Delivery Hero sondierte, scheint seine Position durch Zukäufe ausbauen zu wollen.

Zum anderen verdeutlicht der Kursverlauf, wie sensibel der Markt auf solche Nachrichten reagiert. Der Kursrückgang der DoorDash-Aktie am Montagabend deutet darauf hin, dass Anleger eine teure Übernahme kritisch sehen. Ein Kaufpreis von 17 Milliarden US-Dollar ist eine erhebliche Summe, die finanziert und in die Bewertung des übernehmenden Unternehmens eingepreist werden muss.

Für Aktionäre von Instacart beziehungsweise Maplebear ist die Entwicklung ebenfalls bedeutsam. Bereits im Oktober 2026 hatte das Unternehmen laut Berichten einen Verkauf geprüft und Gespräche mit Uber und DoorDash geführt. Ein Zusammenschluss mit DoorDash wäre damit die Fortsetzung eines Prozesses, der schon seit Monaten läuft. Ob und zu welchen Konditionen ein Deal zustande kommt, ist zum aktuellen Zeitpunkt offen. Eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung lässt sich daraus nicht ableiten.

Ausblick

Der Bericht nennt einen konkreten Zeitrahmen: Ein Abschluss könnte noch in dieser Woche erfolgen. Bestätigt ist bislang nichts, da sich die Unternehmen nicht geäußert haben. Anleger sollten daher die weitere Berichterstattung und mögliche offizielle Stellungnahmen der beteiligten Firmen verfolgen. Sobald DoorDash oder Instacart sich zu den Verhandlungen äußern, dürfte sich auch die Bewertung an der Börse weiter konkretisieren.

Kurz erklärt

  • Fortgeschrittene Verhandlungen: Eine Phase in Übernahmegesprächen, in der die Parteien bereits weitgehend übereinstimmen, aber noch keine endgültige Einigung erzielt haben.
  • Ticker: Ein Börsenkürzel, unter dem eine Aktie an einer Handelsplattform geführt wird.
  • 52-Wochen-Hoch: Der höchste Kurs, den eine Aktie innerhalb der vergangenen zwölf Monate erreicht hat.
  • Übernahmeaufschlag: Der Betrag, um den ein Käufer den aktuellen Aktienkurs übersteigt, um Aktionäre zum Verkauf zu bewegen.
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