DoorDash erweitert Sortiment um Kleidung, Schuhe und Kosmetik
Der Lieferdienst kooperiert mit Timberland, Vans, Anthropologie, Macy's und The North Face.

DoorDash weitet sein Geschäft deutlich aus. Der vor allem für die Lieferung von Mahlzeiten – von Pizza bis Lo Mein – bekannte Dienst kündigte am Mittwoch an, sein Sortiment um weitere Kleidung, Schuhe und andere Artikel zu erweitern. Damit reagiert das Unternehmen auf ein verändertes Kaufverhalten der Amerikaner, die zunehmend mehr als nur Essen auf Abruf wünschen.
Zu den neuen Partnern zählen nach Unternehmensangaben Timberland und Vans sowie die Einzelhändler Anthropologie, Macy's und The North Face. Kunden können künftig also ein Kleid von Anthropologie, eine Daunenweste von The North Face oder Gesichtscreme von Macy's über die App bestellen. Die Aktie von DoorDash notierte unterdessen mit einem Minus von 0,13 Prozent, die Papiere von Macy's gaben um 0,62 Prozent nach.
Einordnung in den wachsenden Liefermarkt
Die neuen Partnerschaften fügen sich in eine Reihe weiterer Kooperationen ein, die DoorDash, Uber und andere Liefer-Apps in den vergangenen Monaten eingegangen sind. Damit verschärft sich der Wettbewerb zwischen den Lieferdiensten selbst – aber auch mit großen Handelskonzernen wie Amazon.com und Walmart. Alle Anbieter buhlen um denselben Trend: den wachsenden Wunsch der Amerikaner, ihre Einkäufe möglichst sofort zu erhalten.
Für deutsche Anleger ist die Entwicklung ein weiteres Signal dafür, wie stark sich das Geschäftsmodell der Lieferplattformen wandelt. Standen einst Restaurantbestellungen im Mittelpunkt, drängen die Anbieter nun in klassische Einzelhandelskategorien wie Mode, Schuhe und Kosmetik. Das erhöht die Reichweite, bringt aber auch neue logistische Herausforderungen mit sich, etwa bei Retouren und der Lagerhaltung.
Der Schritt von DoorDash zeigt, dass die Grenzen zwischen Essenslieferung und klassischem Online-Handel zunehmend verschwimmen. Wettbewerber wie Uber verfolgen ähnliche Strategien, während Amazon und Walmart mit ihren eigenen schnellen Lieferdiensten gegenhalten. Wer sich in diesem Umfeld behauptet, dürfte künftig davon abhängen, wie breit das angebotene Sortiment und wie zuverlässig die Zustellung ist.
Ob sich die Expansion für DoorDash auszahlt, wird sich an der künftigen Entwicklung der Nutzerzahlen und Bestellvolumina zeigen. Klar ist: Der Kampf um die Gunst der amerikanischen Verbraucher wird intensiver – und die Liefer-Apps wollen dabei nicht länger nur die Küche, sondern den gesamten Einkaufswagen erobern.
