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Deutsche Wirtschaft rutscht doch in Rezession ab

Die massiv gestiegenen Energiepreise haben insbesondere im Winterhalbjahr ihren Tribut gefordert

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Deutsche Wirtschaft rutscht doch in Rezession ab

Die deutsche Wirtschaft ist im ersten Quartal des laufenden Jahres geschrumpft und befindet sich damit offiziell in einer Rezession. Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden hat seine erste Schätzung von Ende April nach unten korrigiert und einen Rückgang von 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorquartal verzeichnet. Damit verzeichnet die deutsche Wirtschaft bereits das zweite negative Quartal in Folge. Eine Rezession wird definiert als zwei aufeinanderfolgende Quartale mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung.

Trotzdem bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass das Gesamtjahr negativ ausfallen wird. Insbesondere aufgrund eines milden Winters sind die schlimmsten Befürchtungen nicht eingetreten, wie beispielsweise ein Gasmangel, der sich stark auf die Wirtschaft ausgewirkt hätte. Dennoch sind die Aussichten für die größte Volkswirtschaft Europas für das Gesamtjahr gedämpft. Der Internationale Währungsfonds geht davon aus, dass das Wirtschaftswachstum nahe der Nulllinie bleiben wird.

Ein entscheidender Faktor für die schwache wirtschaftliche Entwicklung ist die hohe Inflationsrate, die in Deutschland im April immer noch bei 7,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat lag. Die massiv gestiegenen Energiepreise haben insbesondere im Winterhalbjahr ihren Tribut gefordert. Leider ist keine grundlegende Verbesserung in Sicht, da nun nach dem Rückgang des ifo-Geschäftsklimas alle wichtigen Frühindikatoren im verarbeitenden Gewerbe sinken, so der Chefvolkswirt der Commerzbank, Jörg Krämer.

Die privaten Konsumausgaben sind in den ersten drei Monaten des Jahres um 1,2 Prozent gesunken. Die hohe Inflation beeinträchtigt die Kaufkraft der Verbraucher. Sowohl bei Nahrungsmitteln und Getränken als auch bei Bekleidung, Schuhen und Einrichtungsgegenständen haben die privaten Haushalte weniger ausgegeben als im Vorquartal. Auch die staatlichen Konsumausgaben sind um fast fünf Prozent im Vergleich zum Vorquartal zurückgegangen.

Die schwachen Wirtschaftsdaten haben die Opposition dazu veranlasst, die Wirtschaftspolitik der Ampel-Regierung zu kritisieren. Friedrich Merz, der Vorsitzende der CDU, äußerte Bedenken hinsichtlich der Zukunft des Standorts Deutschland aufgrund der Arbeitsweise der Ampel-Regierung. Die "Konzertierte Aktion" des Bundeskanzlers zur Bekämpfung der Inflation sei schon seit Monaten nicht mehr zu hören. Hohe Energiepreise und fehlende Klarheit in der Wirtschaftspolitik verunsichern Unternehmer und Arbeitnehmer, so Merz. Jens Spahn, Vize-Fraktionsvorsitzender der Union, forderte, dass die Ampel-Regierung aufhören solle, die Lage schönzureden, da das Wirtschaftswunder nicht vom Himmel fallen werde.

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