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Deutsche Wirtschaft: Leichtes Wachstum erwartet

Wirtschaftsweisen erwarten Wachstum trotz hoher Inflation und straffer Geldpolitik der EZB

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Deutsche Wirtschaft: Leichtes Wachstum erwartet

Die Wirtschaftsweisen haben ihre Konjunkturprognose für dieses und nächstes Jahr aktualisiert und gehen nun von einem Wachstum der deutschen Wirtschaft um 0,2 Prozent im laufenden Jahr aus, nachdem sie im Herbst noch von einem Rückgang um 0,2 Prozent ausgegangen waren. Doch die Inflation bleibt ein Problem, die die Kaufkraft und Konsumnachfrage dämpft. Für das kommende Jahr erwarten die Regierungsberater ein Wachstum von 1,3 Prozent. Die Inflation sei zwar mittlerweile auf dem Höhepunkt überschritten, aber immer noch deutlich erhöht und werde nur langsam zurückgehen. Die Wirtschaftsweisen rechnen für dieses Jahr mit einer Inflationsrate von 6,6 Prozent, die sich erst 2024 auf 3,0 Prozent verringern werde.

Die straffere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) verschlechtert nach Einschätzung der Sachverständigen die Finanzierungsbedingungen für Haushalte und Unternehmen, was sowohl die Konsumnachfrage als auch die Investitionen dämpfe. Dies dürfte sich aber erst im Verlauf des Jahres merklich auf die Inflation auswirken und deren Entwicklung spürbar bremsen. Die hohe Unsicherheit an den Finanzmärkten erschwere allerdings die Inflationsbekämpfung durch die Zentralbanken.

Im Bankensektor sehen die Wirtschaftsweisen derzeit keine neue Finanzkrise aufziehen, da die Schwierigkeiten einzelner Banken nicht auf wertlosen Finanzprodukten beruhen. Die Finanzmarktstabilität sei daher aktuell nicht gefährdet. Optimistisch blicken die Regierungsberater auf die deutschen Staatsfinanzen. Insbesondere die erwarteten Ausgaben für die Energiepreisbremsen fallen deutlich niedriger aus als zuvor angenommen. Der Sachverständigenrat erwartet ein Staatsdefizit von 1,6 Prozent im laufenden Jahr, das 2024 auf 0,4 Prozent schrumpfen soll. Der Schuldenstand soll von 67,4 Prozent des Bruttoinlandsproduktes im vergangenen Jahr auf 63,5 Prozent im kommenden Jahr sinken.

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