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Dell meldet 95 Milliarden Dollar Auftragsbestand für KI-Server

Der Auftragsbestand für KI-Server bei Dell ist auf 95 Milliarden US-Dollar gestiegen – Analysten sehen erhebliches Wachstumspotenzial bis 2030.

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Dell meldet 95 Milliarden Dollar Auftragsbestand für KI-Server

Der Auftragsbestand für KI-Server beim US-Technologiekonzern Dell ist nach Angaben des Finanzportals The Motley Fool auf 95 Milliarden US-Dollar angewachsen. Diese potenzielle Pipeline gilt als zentraler Indikator dafür, wie viel Umsatz dem Unternehmen in den kommenden Jahren aus dem Geschäft mit Rechenzentren für Künstliche Intelligenz zufließen kann. Die Analyse sieht Dell auf einem guten Weg, in den kommenden fünf Jahren ein phänomenales Wachstum zu erzielen.

Der Auftragsbestand, im Englischen als Backlog oder Pipeline bezeichnet, umfasst Aufträge, die bereits gewonnen, aber noch nicht abgerechnet sind. Für Anleger ist diese Kennzahl besonders aussagekräftig, weil sie einen Blick auf künftige Umsätze erlaubt, noch bevor sie in der Gewinn- und Verlustrechnung auftauchen. Ein Backlog von 95 Milliarden US-Dollar verschafft Dell damit eine ungewöhnlich hohe Visibilität für die kommenden Geschäftsjahre.

Dell sei nach Einschätzung der Quelle bestens positioniert, um von drei Entwicklungen gleichzeitig zu profitieren: starken Liefermengen an KI-Servern, höheren durchschnittlichen Verkaufspreisen und einer sich verbessernden Marktanteilsentwicklung. Alle drei Faktoren wirken gemeinsam auf die Erlösseite des Unternehmens. Treten sie parallel auf, verstärken sich ihre Effekte gegenseitig.

Drei Hebel, die den Umsatz treiben

Der durchschnittliche Verkaufspreis, im Englischen Average Selling Price (ASP), ist der Betrag, den ein Hersteller pro verkaufter Einheit erzielt. Steigt dieser Preis, wächst der Umsatz auch dann, wenn die Stückzahlen unverändert bleiben. Kommt zu höheren Preisen zusätzlich ein wachsender Marktanteil hinzu, beschleunigt sich das Wachstum zusätzlich. Genau diese Kombination beschreibt die Quelle als Grundlage für die erwartete Entwicklung bei Dell.

Hinzu kommt die schiere Menge: Starke Liefermengen an KI-Servern bedeuten, dass Dell seine Produktions- und Lieferkapazitäten tatsächlich in abgerechnete Aufträge umsetzen kann. Für Anleger ist dabei entscheidend, dass ein hoher Backlog nicht automatisch hohe Gewinne garantiert – er zeigt zunächst nur das Potenzial auf. Die Umsetzung in Umsatz und Ergebnis bleibt der maßgebliche Prüfstein.

Bewertung trotz Kursrally weiterhin attraktiv

Trotz der starken Kursentwicklung, die das Papier im Jahr 2026 zu einem Multibagger gemacht hat – also zu einer Aktie, deren Wert sich vervielfacht hat –, wird Dell nach Einschätzung der Quelle weiterhin zu einer sehr attraktiven Bewertung gehandelt. Das Ergebnis je Aktie (Earnings per Share, EPS) kann demnach bis 2030 mit einem hervorragenden Tempo wachsen. Das Ergebnis je Aktie gilt als eine der wichtigsten Triebfedern für Kursgewinne, weil es den auf die einzelne Aktie entfallenden Gewinn des Unternehmens abbildet.

Die Kombination aus einem hohen Auftragsbestand, steigenden Durchschnittspreisen und einer verbesserten Marktposition richtet die Aktie nach Einschätzung des Portals auf erhebliche Kursgewinne aus. Entscheidend ist dabei das Zusammenspiel: Ein wachsender Gewinn pro Aktie bei gleichzeitig moderater Bewertung erhöht rechnerisch den Spielraum für weitere Kurssteigerungen.

Was 1.000 Dollar bis 2030 wert sein könnten

Im Zentrum der Analyse steht die Frage, was eine heute investierte Summe von 1.000 US-Dollar bis zum Jahr 2030 wert sein könnte. Ein konkreter Zielwert wird in der Quelle allerdings nicht genannt. Das Portal leitet aus dem erwarteten Gewinnwachstum lediglich ab, dass die Aktie für erhebliche Kursgewinne ausgerichtet ist – nicht mehr und nicht weniger. Anleger sollten deshalb beachten, dass es sich um eine Prognose handelt und nicht um eine zugesicherte Rendite.

Einordnung für deutsche Anleger

Für deutsche Privatanleger ist Dell über den US-Aktienhandel investierbar, in der Regel über entsprechende Brokerangebote. Da Umsätze und Gewinne in US-Dollar anfallen, spielt der Wechselkurs zwischen Euro und Dollar für die tatsächliche Rendite in Euro eine wichtige Rolle. Zudem sollten Anleger die steuerliche Behandlung von US-Dividenden und Kursgewinnen im Blick behalten.

Der Fall Dell zeigt exemplarisch, wie stark der Ausbau von KI-Rechenzentren die Auftragsbücher der Hardwarehersteller verändert. Wer in diese Geschichte investieren will, sollte den Backlog, die Durchschnittspreise und den Marktanteil als die drei zentralen Kennzahlen verfolgen. Sie entscheiden darüber, ob aus der 95-Milliarden-Pipeline tatsächlich das erwartete Gewinnwachstum bis 2030 wird.

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