DAX verliert 1,6% am Verfallstag – VW-Schock belastet den Markt
Volkswagen hat am Freitag mit einer drastischen Prognosesenkung für Aufsehen gesorgt und den ohnehin unter Druck stehenden DAX zusätzlich belastet. Der deutsche Leitindex schloss den Handelstag mit einem Minus von 1,6 Prozent bei 25.304 Punkten – auf Wochensicht ergibt sich damit ein Rückgang von 1,0 Prozent.
Der Wolfsburger Autokonzern kappte seine Gewinnerwartungen für 2026 massiv: Statt einer operativen Umsatzrendite von vier bis 5,5 Prozent traut sich Volkswagen nun gerade einmal ein Prozent zu. Der Umsatz soll bei rund 315 Milliarden Euro liegen – rund sieben Milliarden Euro weniger als im Vorjahr. Als Ursachen nannte der Konzern die anhaltende Marktschwäche in China, eine Milliardenabschreibung auf die Porsche-Beteiligung, hohe Umbaukosten sowie den Trend zu margenschwachen Elektrofahrzeugen. Die VW-Aktie verlor zeitweise rund sieben Prozent. Auch die Eigentümer-Holding Porsche SE musste ihre Prognose deutlich nach unten korrigieren und rechnet nun mit einem Konzernergebnis zwischen minus 0,5 und plus 1,5 Milliarden Euro – zwei Milliarden Euro weniger als bislang angenommen. Die Porsche-SE-Aktie fiel zeitweise um sechs Prozent.
Zusätzlich sorgte der sogenannte große Verfallstag für erhöhte Volatilität an den Märkten. An diesem Termin laufen Terminkontrakte auf Aktien und Indizes gleichzeitig aus, was vor allem große institutionelle Anleger zu Positionsanpassungen zwingt und kurzfristig zu stärkeren Kursschwankungen führen kann.
Auf der Konjunkturseite sorgten neue Daten aus Deutschland für Gesprächsstoff: Die Erzeugerpreise stiegen im August stärker als erwartet. Analyst Andreas Lipkow von CMC Markets sieht darin verdichtete Hinweise auf zunehmenden Preisdruck. Chefvolkswirt Alexander Krüger von der Bank Bethmann HAL macht dafür den Iran-Krieg und die Hitzewelle verantwortlich: „Der Iran-Krieg und die Hitzewelle fordern ihren Tribut. Auf vorgelagerter Ebene zeigt sich, dass Preisdruck unterwegs ist.
