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DAX startet schwächer – Ölpreis und Zinsangst belasten

IG taxiert den DAX 0,3 Prozent tiefer auf 25.490 Punkte – Ölpreis-Schock und Fed-Sitzung im Fokus.

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DAX startet schwächer – Ölpreis und Zinsangst belasten

Der deutsche Leitindex dürfte mit leichten Verlusten in die neue Handelswoche starten. Der Broker IG taxiert den DAX vor dem Xetra-Start 0,3 Prozent tiefer auf 25.490 Punkte. Damit bleibt der Index in der Nähe seines Tiefs seit Ende Juli, das am Donnerstag bei 25.361 Punkten markiert wurde.

Am vergangenen Freitag hatte sich der DAX noch um 0,8 Prozent auf 25.568 Punkte erholt. Das Wochenminus summiert sich dennoch auf rund 1,8 Prozent. Die kurze Verschnaufpause vom Freitag scheint damit bereits wieder vorbei zu sein.

Ölpreis und Nahost-Konflikt belasten

Ein wesentlicher Belastungsfaktor bleibt die Lage auf dem Ölmarkt. Nach erneuten Angriffen auf Saudi-Arabien und auf Schiffe im Persischen Golf ist der Ölpreis kräftig gestiegen. Die Angriffe schüren an den Finanzmärkten die Sorge vor einer Verknappung des Angebots. Die Entwicklung im Nahen Osten wird auch in dieser Woche ein entscheidender Treiber für die Kursbewegungen sein.

Hinzu kommt: Der steigende Ölpreis facht die Inflationssorgen weiter an. Nach unerwartet hohen US-Verbraucherpreisdaten vom Freitag gehen die Märkte inzwischen mit einer Wahrscheinlichkeit von 86 Prozent von einer Zinserhöhung durch die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) am Mittwoch aus. Höhere Zinsen gelten als Belastung für Aktienmärkte, da sie die Finanzierungskosten von Unternehmen erhöhen und Anleihen als Alternative attraktiver machen.

"Eine anziehende Inflation rechtfertigt zwar eine straffere Geldpolitik", sagt Analyst Lloyd Chan von der Bank Mitsubishi UFJ. "Weitere Zinserhöhungen würden aber auch die Kreditkosten der Regierung in eine Höhe treiben, in der Haushaltsdefizite und die Belastung durch den Schuldendienst ohnehin bereits unter genauer Beobachtung stehen."

Trump erhöht Druck auf die Fed

Vor der möglichen Zinsentscheidung hat US-Präsident Donald Trump erneut Druck auf die Fed ausgeübt. Er bekräftigte auf eine Frage einer Journalistin seine Drohung eines Handelsstopps mit bestimmten Ländern, sollte die Zentralbank die Geldpolitik nicht lockern. Bereits Anfang September hatte Trump auf Truth Social in Richtung der Fed geschrieben: "Senkt die Zinsen, oder ich breche den Handel mit Ländern ab, mit denen wir ein Defizit haben."

Erst in der vergangenen Woche hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins zum zweiten Mal in diesem Jahr angehoben. Höhere Zinsen wirken tendenziell dämpfend auf die Konjunktur und schmälern die Gewinnaussichten von Unternehmen. Zudem verteuern sie Investitionen und machen festverzinsliche Wertpapiere für Anleger attraktiver.

Asiatische Börsen geben gemischtes Bild ab

Auch in Asien zeigte sich zum Wochenauftakt ein uneinheitliches Bild. In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index um 0,8 Prozent auf 63.498 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix notierte dagegen 0,7 Prozent höher bei 4.054 Zählern. Die Börse in Shanghai blieb nahezu unverändert bei 3.888 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fiel um 0,4 Prozent auf 4.493 Punkte.

Anleger bleiben damit in dieser Woche vorsichtig. Die Kombination aus steigendem Ölpreis, geopolitischen Spannungen und der Aussicht auf weiter steigende Zinsen dürfte die Märkte kurzfristig unter Druck halten. Besonders die Fed-Sitzung am Mittwoch wird mit Spannung erwartet.

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