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DAX legt zu trotz schwacher Konjunkturdaten

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DAX legt zu trotz schwacher Konjunkturdaten

Der DAX hat gestern am späten Nachmittag trotz schwacher heimischer Konjunkturdaten um 0,48 Prozent auf 17.812 Punkte zugelegt und schloss damit nahe seines Tageshochs. Der Anstieg erfolgte im Zuge einer positiven Tendenz an der Wall Street, die durch besser als erwartet ausgefallene Preisdaten in den USA beflügelt wurde. Diese Daten weckten Hoffnungen auf bevorstehende Zinssenkungen. Auch der MDAX der mittelgroßen Werte verzeichnete einen Zuwachs von 0,7 Prozent. Im Fokus der Investoren standen weiterhin die US-Wirtschaftsdaten, während die Berichtssaison der Unternehmen allmählich ausklang. Mit Henkel, Porsche SE und Brenntag haben drei DAX-Unternehmen ihre Quartalszahlen vorgelegt.

Trotz dieser positiven Entwicklung an den Aktienmärkten trübte der ZEW-Index die Stimmung, da die Konjunkturerwartungen für Deutschland im August so stark eingebrochen sind wie seit zwei Jahren nicht mehr. Der Index sank um 22,6 Punkte auf 19,2 Zähler. Auch die Aussichten für den Euroraum, die USA und China fielen laut ZEW-Umfrage deutlich schlechter aus. Gleichzeitig bleibt der Blick der Investoren auf die Wall Street gerichtet, wo die Erzeugerpreise im Juli nur um 0,1 Prozent im Vergleich zum Vormonat gestiegen sind, weniger als erwartet. Dies trug zu einem weiteren Anstieg der US-Technologieaktien bei, wobei die Nasdaq um rund 1,7 Prozent zulegte.

In der Unternehmenslandschaft sorgte Henkel für positive Nachrichten, nachdem das Unternehmen seinen Ausblick für 2024 angehoben hatte. Henkel-Chef Carsten Knobel zeigte sich optimistisch und betonte, dass das Unternehmen auf dem richtigen Weg zu weiterem profitablem Wachstum sei. Im Gegensatz dazu meldete Brenntag einen Rückgang des operativen Ergebnisses um zehn Prozent aufgrund schwächelnder Nachfrage und kündigte weitere Kostenreduzierungen an. Auch die Porsche SE plant trotz eines geringeren Halbjahresgewinns neue Beteiligungen an kleineren Unternehmen, um ihre Hauptbeteiligungen zu erweitern.

An den internationalen Märkten gab es ebenfalls Bewegung: Die Ölpreise schwankten stark und fielen schließlich am Nachmittag deutlich. Brent-Öl verbilligte sich um 1,3 Prozent, während WTI um 1,4 Prozent nachgab. Der Euro stieg im Vergleich zum US-Dollar leicht an, da die US-Preisdaten die Erwartungen auf eine Zinssenkung erhöhten. Unterdessen meldete HelloFresh, dass das Unternehmen die schwächere Nachfrage nach Kochboxen durch eine höhere Nachfrage nach Fertiggerichten kompensieren konnte. Der Umsatz stieg im zweiten Quartal um knapp zwei Prozent, was die Aktie des Unternehmens um mehr als 15 Prozent nach oben trieb.

DAXAktienmarktMDAXHenkel

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