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VW verschiebt E-Modell Trinity auf 2032

Produktionsstarts weiterer Elektroautos betroffen, Softwareprobleme und Nachfragerückgang als Gründe genannt

2 Min
VW verschiebt E-Modell Trinity auf 2032

Der Produktionsstart des ursprünglich als Leuchtturmprojekt gehandelten Elektrofahrzeugs Trinity von Volkswagen wird auf das Jahr 2032 verschoben. Dieses kompakte SUV, das mit hoher Reichweite entwickelt wurde, sollte ursprünglich 2026 auf den Markt kommen, doch Softwareprobleme führten bereits vor zwei Jahren zu einer ersten Verschiebung. Konzernchef Oliver Blume hatte zudem den Bau eines separaten Werks für das Fahrzeug gestoppt, was die Pläne seines Vorgängers Herbert Diess erheblich beeinflusste. Neben dem Trinity sind auch weitere Modelle von den Verzögerungen betroffen, wie interne Anlaufpläne des Unternehmens zeigen. Dazu zählen unter anderem der Nachfolger des ID.4 sowie ein weiteres Elektro-SUV, deren Produktionsstarts ebenfalls nach hinten verschoben wurden.

Die Verzögerungen bei den Elektroautos von VW stehen in Zusammenhang mit einer schwachen Nachfrage nach diesen Fahrzeugen und sind Teil eines umfassenderen Sparkurses des Konzerns. Durch die späteren Marktstarts können bestehende Fahrzeugplattformen länger genutzt werden. Zudem bleiben die Softwareprobleme ein zentrales Thema, die sich auch bei anderen Modellen bemerkbar machen. So verzögerte sich etwa die Markteinführung des Audi Q6 e-tron und des Porsche E-Macan um fast drei Jahre, was letztlich auch zum Abgang von Herbert Diess führte.

Der Trinity, einst als Prestigeprojekt ins Leben gerufen, sollte ursprünglich als Limousine konzipiert werden. Doch nach der Übernahme von Oliver Blume im Jahr 2022 wurde das Projekt in Richtung eines Crossover-SUV, kurz CUV, umgelenkt. Diese kompakten Fahrzeuge sollen in der E-Auto-Fabrik in Zwickau produziert werden, nachdem die Pläne, das Fahrzeug in Wolfsburg zu bauen, verworfen wurden. Die nun erneut angepassten Anlaufpläne verschieben das Projekt abermals in die Zukunft. Die Scalable Systems Platform (SSP), auf der die nächste Generation der VW-Elektroautos basieren soll, ist von diesen Änderungen besonders betroffen. Diese Plattform soll eine einheitliche technische Basis für automatisiertes Fahren bieten und die derzeit genutzten unterschiedlichen Plattformen ersetzen.

Der Produktionsstart des elektrischen Nachfolgers des VW Golf, der unter dem Arbeitstitel ID.Golf geführt wird, ist für den Herbst 2029 geplant. Auch hier könnten sich noch kleinere Anpassungen ergeben. Im gesamten VW-Konzern soll die SSP-Plattform zuerst bei Audi eingesetzt werden. Der für das Jahr 2028 geplante elektrische Audi A4 ist das erste Modell, das auf dieser neuen Plattform basieren wird. Gleichzeitig verschiebt sich der Start des VW T-Sport, eines neuen Elektro-Groß-SUVs, um fast drei Jahre auf Ende 2031. Auch beim ID.4-Nachfolger sind Verzögerungen um bis zu zwei Jahre möglich. Diese Entwicklungen sind Teil einer größeren Neusortierung von Produktstarts innerhalb des VW-Konzerns.

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