Das Allzeithoch bei Gold wird nicht mehr lange auf sich warten lassen
Nach den Abverkäufen im Crash wird die Tendenz beim Goldpreis jetzt deutlich – nach oben.

Die im Sommer 2019 begonnen Goldrallye wird nach einem leichten Rücksetzer in Kürze weitergehen. Im Frühjahr 2020 werden wir auf Grund der aktuellen Lage definitiv das Allzeithoch beim Gold überflügeln und wenn Experten nicht falsch liegen, sind sogar Preise jenseits der 2.000 USD-Marke möglich. Ausgelöst durch die Coronakrise und die langsam sich vergrößernden geopolitischen Konflikte gerät die Situation an den Märkten außer Kontrolle. Wurde ein Heisslaufen der Probleme erst für den Herbst und für den Zeitraum der US-Wahl erwartet, kristallisiert sich immer mehr heraus, dass ein Fledermaus-essender Chinese die Welt auf den Kopf gestellt hat. Der Ausbruch der Corona-Epidemie hat Investoren nach Jahren der Glückseligkeit wieder einmal daran erinnert, weshalb das Halten von Gold und das Diversifizieren in Edelmetalle in jedem Portfolio so ausgesprochen wichtig ist. Selbst wenn der Virus in einigen Wochen besiegt sein sollte, hat er die Welt eindringlich daran erinnert, sich in Zukunft auf ähnliche Ereignisse entsprechend vorzubereiten. Dass diese Ereignisse, die in Fachkreisen als „Schwarzer Schwan“ bezeichnet werden, auch in den nächsten Jahrzehnten immer einmal wieder auftreten werden, steht außer Frage. Wenn es überhaupt noch Zweifel gibt, dann eher weshalb die Welt im Jahr 2020 nicht besser auf eine derartige Pandemie vorbereitet war.  Die Konsequenzen des Virenausbruchs Zum jetzigen Zeitpunkt ist es noch immer schwierig, die gesamten Konsequenzen der Krankheit vollumfänglich abschätzen zu können. Einige der möglichen Szenarien wollen wir im Folgenden allerdings einmal näher beleuchten: Angefangen von einer abrupten aber dennoch kurzen Rezession, hin zu einer längeren Periode des Schrumpfens der Weltwirtschaft – alles ist zum aktuellen Zeitpunkt möglich. Doch unabhängig wie lange diese Erholungsphase andauern wird, eines ist klar. Die wirtschaftlichen, sozialen und finanziellen Störungen und Auswirkungen, die allein in den letzten drei Wochen entstanden sind, werden die Menschen noch auf Jahre hinweg zu spüren haben. Gehen wir einmal vom optimalen Szenario aus. Insofern wir annehmen, dass wir es mit einer kurzen, aber heftigen globalen Rezession zu tun haben, wäre sogar eine starke Erholung im zweiten Halbjahr des Jahres möglich. Wenn nicht global, dann zumindest in einigen Teilen der Welt, die von Corona, aber auch von den Unterbrechungen der Logistikketten am wenigsten betroffen waren. Zum momentanen Zeitpunkt ist Corona auf der ganzen Welt zum ausschlaggebenden wirtschaftlichen Faktor geworden und wird für jegliche Arten von Rezession verantwortlich gemacht.  Wir sprechen hier von einer menschlichen Tragödie, die die Kraft besitzt die Weltwirtschaft in die Rezession zu treiben. Zahlreiche Regierungen unternehmen gemeinschaftliche Anstrengungen um sowohl den Virus einzudämmen, aber auch die negativen Konsequenzen auf die Wirtschaft so stark wie möglich abzufedern. Gold verhielt sich zu Beginn der Krise ähnlich wie 2008 und fiel gemeinsam mit den anderen Assetklassen. Man kann davon ausgehen, dass viele Marktteilnehmer ihre Goldpositionen liquidieren mußten, um die Margin Calls zu bedienen. Jetzt, da dieser Prozess abgeschlossen ist, dürften die Edelmetalle einen wahren Boom erleben. Wie stark dieser Boom letzten Endes sein wird, hängt auch davon ab, wie viel länger uns Corona und Lockdown in Atem halten. Dennoch läßt sich festhalten, dass keinerlei Eingriffe der Regierungen dieses Mal noch wahrnehmbare Wirkung zeigen wird. Selbst wenn weitere Billionen auf den Markt geschleust werden, so lange es keine wirkungsvolle Impfung gegen das Coronavirus gibt, werden diese Gelder verpuffen und für eine unglaubliche Inflation sorgen. Die Effektivität weiterer Finanzspritzen und steuerpolitischer Anreize wird auch dadurch zunicht gemacht, dass die Zentralbanken bereits jetzt um den Nullzins herum operieren und ihre Mittel weitgehend verschossen haben. Jegliche Empfänger von Unterstützungsgeldern werden daher einen Teufel tun und diese Finanzspritzen in die Wiederaufnahme ihrer Fabrikbetriebe stecken. Analysten gehen mittlerweile davon aus, dass der Virenausbruch die Märkte noch bis Mai in seinen Fängen halten wird und nur von wärmeren Temperaturen zumindest vorrübergehend unschädlich gemacht wird.  Unser Ausblick für 2020 Wie bereits angesprochen: die aktuelle Situation ist in jedem Fall ein Segen für den Goldpreis. Sowohl mittel- aber vor allem langfristig wird 2020 möglichweise nicht nur als Corona-Jahr, sondern auch als Gold-Jahr in die Geschichte eingehen. Denn bereits vor dem Ausbruch der Panik haben die Preise für Edelmetalle in den letzten Monaten stark angezogen. Ausschlaggebend waren zahlreiche Faktoren. Von der bevorstehenden amerikanischen Präsidentschaftswahl, über extrem niedrige Zinssätze die zum Teil sogar negativ waren, über einen Trend weg von genereller Globalisierung (China-Konflikt), über Aktienkurse auf historischen Höchstständen, bis hin zu einem historisch hohen Weltschuldenstand, geopolitischen Konflikten, Klimawandel und steigender Nachfrage nach Gold durch die Zentralbanken. Sobald wir den Höhepunkt der Pandemie nun erreicht haben und die Lage sich einigermaßen erholt, werden die angesprochenen Faktoren wieder in den Mittelpunkt des Anlegerinteresses geraten. Im letzten Jahr bspw. erfuhr Gold bereits im vierten Jahr in Folge einen Anstieg. Wenn man sich die Comex-Preise einmal genauer ansieht, fällt auf, dass der Jahresdurchschnitt bei 1.396,47 USD lag. Die Volatilität im Jahr 2019 lag bei 11,6%, im Vergleich zu 10,6% in 2018 und 10,4% im Jahr 2017. Im Jahr 2020 wurde diese Volatilität bereits im März erreicht. Der Preisunterschied vom Jahrestief bei 1450,90 USD (16. März) zum Jahreshoch bei 1.704,30 USD (9. März) lag bei 254,40 USD. Die Fundamentaldaten könnten besser nicht sein. Die Anfang des Jahres vorhergesagte Fördermenge stimmt(e), die Nachfrage der Investoren war schon seit dem letzten Jahr spürbar und vor allem die weiterlaufende Nachfrage von Zentralbanken dürfte einen wichtigen Beitrag zum Preisanstieg leisten. Allein die Nachfrage der Investoren wird für 2020 auf rund 17,2 Mio. Unzen geschätzt. Vor der Coronakrise. Nun gehen Experten davon aus, dass die Nachfrage um weitere 500.000 bis 600.000 Unzen ansteigen könnte.  Die Virenkrise dürfte mit den zahlreichen Shutdowns dafür gesorgt haben, dass die Fördermenge leiden wird. Mehrere Konzerne haben ihre Goldproduktion vorübergehend eingestellt, was mit einer Verknappung des Angebots einhergeht. Aktuelle Schätzungen gehen nur noch von rund 90,4 Mio Unzen Goldproduktion für 2020 aus. Das Gesamtangebot dürfte dadurch auf rund 126,6 Mio. Unzen fallen, wobei der Differenzbetrag hauptsächlich von Recycling-Operationen stammt. Im Gegenzug dürfte dies bedeuten, dass Unternehmen die bereits jetzt Gold produzieren aus der Krise gestärkt herausgehen dürften. Glencore, Newmont und die anderen großen Player sollten zum jetzigen Zeitpunkt in keinem Portfolio fehlen. Auch kleinere Produzenten wie K92 Mining sind sicherlich keine schlechte Wahl. Generell läßt sich sagen, dass in den nächsten Monaten eine stärkere Gewichtung von Goldwerten, sowohl physisch als auch bei Wertpapieren vorgenommen werden sollte. Eines ist klar. Sollte die Coronakrise und der Lockdown noch einige Wochen anhalten, dürften die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft verheerend sein. Wir gehen aber davon aus, dass Trump dies nicht zulassen wird und spätestens Mitte April die aktuelle Strategie als gescheitert ansehen wird. Doch auch wenn dann alles wieder hochgefahren wird: die Folgen der Panik aus dem März 2020 dürften noch einige Jahre zu spüren sein. Das Halten von Gold ist da eine der besten Möglichkeiten, sich selbst und das Aktiendepot für diese Phase der Transformation abzusichern.
