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Chip-Aktien gemischt: KI-Sicherheitsdebatte belastet Halbleitersektor

Europäische Halbleiterwerte zeigen sich uneinheitlich nach globalem Ausverkauf durch KI-Regulierungsdebatte.

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Chip-Aktien gemischt: KI-Sicherheitsdebatte belastet Halbleitersektor

Die Aktien europäischer Halbleiterunternehmen haben sich am Dienstag uneinheitlich entwickelt. Einem Verkaufsschwung am Montag, der durch Forderungen nach einer Verlangsamung der Entwicklung fortschrittlicher KI-Modelle aus Sicherheitsbedenken ausgelöst wurde, folgte eine verhaltene Erholung.

Solche Aufrufe hatten die globalen Chip-Aktien am Montag unter Druck gesetzt. Investoren befürchteten, dass eine langsamere KI-Entwicklung die Nachfrage nach Halbleitern belasten könnte. Am Dienstag zeigte sich jedoch ein gemischtes Bild.

Erholung bei niederländischen Chip-Ausrüstern

Die Aktien des niederländischen Halbleiteranlagenherstellers ASML Holding legten um 0,4 Prozent zu. Auch der kleinere Konkurrent ASM International verzeichnete ein Plus von 0,3 Prozent. BE Semiconductor Industries, der niederländische Anbieter von Halbleitermontageanlagen, stieg um 0,4 Prozent.

Demgegenüber standen Verluste bei deutschen und französisch-italienischen Herstellern. Der deutsche Chip-Hersteller Infineon Technologies fiel um 0,6 Prozent. Die Aktien von STMicroelectronics sanken um 0,7 Prozent. Die unterschiedliche Entwicklung spiegelt die Unsicherheit der Anleger über die künftige Nachfrage nach KI-Chips wider.

Vodafone: Chancen und Risiken aus deutscher Sicht

Die Vodafone Group könnte von mehreren potenziellen positiven Faktoren profitieren, schreibt Carl Murdock-Smith von Citi in einer aktuellen Notiz. Dazu gehören die erneute Begeisterung der Anleger nach der Investition des französischen Milliardärs Xavier Niel – insbesondere wenn dieser seinen Anteil erhöhen oder eine Vertretung im Verwaltungsrat anstreben sollte.

Auch die Möglichkeit einer Aufwertung der kurzfristigen Guidance nennt der Analyst als positiven Faktor. „Während einige Anleger nach dem jüngsten Kursanstieg von Vodafone möglicherweise zur Vorsicht neigen könnten, bleiben wir neutral, anstatt defensiver zu werden“, fügt er hinzu.

Allerdings bestehen weiterhin Bedenken in Bezug auf das deutsche Segment des Unternehmens. Für deutsche Anleger ist dies ein wichtiger Punkt, da Deutschland einer der Kernmärkte von Vodafone ist. Die Aktie notierte zuletzt bei 1,30 Pfund mit einem Minus von 0,3 Prozent.

Regulatorische Unsicherheit belastet Rechenzentren in Thailand

Die kurzfristigen privaten Investitionen in Thailand könnten durch regulatorische Unsicherheiten im Bereich der Rechenzentren belastet sein, sagt Chak Reungsinpinya, Analyst bei Maybank Securities (Thailand), in einem Bericht. Die thailändische Regierung hat Pläne bekanntgegeben, die Genehmigungsverfahren für Investitionen in Rechenzentren grundlegend zu überarbeiten.

Die Entwicklung von 166 neuen Rechenzentren wurde vorübergehend gestoppt. Die beim Board of Investment (BOI) im zweiten Quartal eingegangenen Anträge für Rechenzentren sind im Vergleich zum Höchststand im ersten Quartal deutlich zurückgegangen. Anträge, Genehmigungen und Ausstellungen in anderen Sektoren, einschließlich Automobil und Elektronik, waren weitaus stabiler.

Sie liegen jedoch in Bezug auf das Investitionsvolumen weiterhin deutlich hinter denen der Rechenzentren zurück. „Daher erwarten wir, solange die Rechenzentrum-Regulierungen noch nicht finalisiert sind, keine wesentliche Erholung der aggregierten BOI-Zahlen“, so Maybank.

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