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Chinas Exporte steigen im April um 14,1 Prozent kräftig

Starkes Exportwachstum übertrifft Prognosen deutlich – Handelsbilanzüberschuss klettert auf rekordverdächtige 84,8 Milliarden US-Dollar.

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Chinas Exporte steigen im April um 14,1 Prozent kräftig

Chinas Außenhandel hat im April einen beeindruckenden Sprung vollzogen. Die Exporte legten im Jahresvergleich auf US-Dollar-Basis um 14,1 Prozent zu, wie Zolldaten am Samstag zeigten. Das ist eine deutliche Beschleunigung gegenüber dem mageren Plus von 2,5 Prozent im März und übertrifft die Ökonomenprognose von 7,9 Prozent erheblich.

Auch die Importseite überraschte positiv: Die Einfuhren stiegen im April um 25,3 Prozent, nach einem Zuwachs von 27,8 Prozent im März. Analysten hatten lediglich ein Wachstum von 15,2 Prozent erwartet. Die Kombination aus starken Exporten und robusten Importen trieb den chinesischen Handelsbilanzüberschuss auf 84,8 Milliarden US-Dollar – ein deutlicher Anstieg gegenüber den 51,13 Milliarden US-Dollar im März.

Separate Daten zur Fabrikaktivität für April hatten bereits im Vormonat ein positives Signal gesendet: Die neuen Exportaufträge erreichten den höchsten Stand seit zwei Jahren. Dies unterstreicht die anhaltende Wettbewerbsfähigkeit der chinesischen Exportwirtschaft trotz eines schwierigen globalen Umfelds.

Nahostkonflikt und Energiepreise als Risikofaktoren

Chinesische Exporteure haben die Auswirkungen des Nahostkonflikts bislang gut verkraftet. Ausländische Käufer bemühten sich, Lieferungen frühzeitig zu sichern, was die Nachfrage nach chinesischen Waren stützte. Ökonomen warnen jedoch, dass das Risiko eines Nachlassens der Auslandsnachfrage steigt, je länger der Krieg andauert und die Energiepreise anziehen.

Die Industriedaten des vergangenen Monats zeigten, dass die Inputpreise erhöht blieben – insbesondere bei raffinierten Gütern sowie bei Erdöl, Kohle und Chemikalien. Steigende Kraftstoff- und Transportkosten belasten die Kaufkraft der Handelspartner und könnten mittelfristig die Nachfrage nach chinesischen Produkten dämpfen.

Gleichzeitig bleibt der Inlandskonsum eine Schwachstelle. Die Einzelhandelsumsätze – ein wichtiger Gradmesser für den privaten Konsum – hinken der Industrieproduktion weiterhin hinterher. Die Arbeitslosenquoten stiegen im April leicht an, was den Druck auf die Binnennachfrage erhöht.

Starkes BIP-Wachstum verringert Handlungsdruck der Regierung

Die Dynamik im ersten Quartal war insgesamt robust: Das chinesische BIP wuchs im Jahresvergleich um 5 Prozent und lag damit am oberen Ende der von der Regierung gesetzten Zielspanne für das Gesamtjahr. Dies verringert den unmittelbaren Druck auf Peking, zusätzliche Konjunkturmaßnahmen zu ergreifen.

China steht seit Langem in der Kritik seiner Handelspartner wegen subventionierter Billigproduktion. Doch auch die Volksrepublik ist nicht immun gegen die globalen wirtschaftlichen Verwerfungen. Der Kaufkraftverlust der Abnehmerländer infolge steigender Energie- und Transportkosten stellt eine reale Herausforderung für die Exportnation dar.

Politisch könnte die kommende Woche wegweisend sein: US-Präsident Donald Trump plant einem Bericht zufolge ein Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping in China. Mögliche Fortschritte werden beim Agrarhandel und bei Flugzeugteilen erwartet. Die tiefen strategischen Differenzen zwischen beiden Ländern – insbesondere in der Taiwan-Frage – dürften durch den Besuch jedoch kaum überbrückt werden.

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