China prüft Metas Milliarden-Deal mit KI-Startup Manus
Peking untersucht mögliche Verstöße gegen Investitionsregeln und verhängt Ausreiseverbot gegen Manus-Mitgründer.

China hat zwei Mitgründern des KI-Startups Manus die Ausreise aus dem Land untersagt. Hintergrund ist eine laufende Prüfung, ob die geplante Übernahme des Unternehmens durch den US-Konzern Meta gegen chinesische Investitionsvorschriften verstößt. Der Deal soll einem Bericht der Financial Times zufolge ein Volumen von rund 2 Milliarden US-Dollar umfassen.
Das chinesische Handelsministerium reagierte am Donnerstag mit einer offiziellen Stellungnahme auf die wachsende Aufmerksamkeit rund um den Fall. Sprecher He Yadong betonte, Peking unterstütze Unternehmen bei grenzüberschreitenden Geschäften und Technologiekooperationen – allerdings ausschließlich auf gesetzlicher Grundlage und je nach Bedarf. Die Aussage gilt als indirektes Signal, dass Behörden den Vorgang aktiv beobachten.
Hintergrund: Manus und der KI-Wettlauf
Manus gilt als eines der vielversprechendsten KI-Startups Chinas und steht im Kontext des globalen Wettlaufs um künstliche Intelligenz. Meta, der Facebook-Mutterkonzern, hat zuletzt massiv in KI-Technologien investiert und strebt mit der Übernahme offenbar den Zugang zu chinesischer KI-Expertise an. Die Transaktion rückt damit in den Fokus geopolitischer Spannungen zwischen den USA und China im Technologiesektor.
Für deutsche Anleger ist der Fall ein weiteres Beispiel dafür, wie regulatorische Risiken grenzüberschreitende Technologiedeals zunehmend belasten. Sowohl in den USA als auch in China verschärfen Behörden die Kontrolle über Übernahmen mit strategischer Relevanz. Ob und wann der Meta-Deal abgeschlossen werden kann, bleibt derzeit offen.
