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Amazon plant 9-Milliarden-Dollar-Übernahme von Globalstar für Satellitengeschäft

Der Online-Riese will mit dem Satellitenanbieter Globalstar seinen Wettbewerb gegen SpaceX' Starlink massiv ausbauen.

2 Min
Amazon plant 9-Milliarden-Dollar-Übernahme von Globalstar für Satellitengeschäft

Amazon verhandelt laut einem Bericht der Financial Times über die Übernahme des Satelliten-Telekommunikationsunternehmens Globalstar. Das potenzielle Geschäft hätte einem Volumen von rund 9 Milliarden US-Dollar und würde Amazons Ambitionen im Bereich der Satellitenkommunikation erheblich stärken. Die Nachricht ließ die Globalstar-Aktie im nachbörslichen Handel um 24 Prozent auf 85 US-Dollar springen.

Globalstar mit Sitz im US-amerikanischen Covington, Louisiana, betreibt Kommunikationssatelliten in der niedrigen Erdumlaufbahn (Low Earth Orbit, LEO). Das Unternehmen bietet Sprach-, Daten- und Asset-Tracking-Dienste für Unternehmen, Behörden und Privatnutzer an. Die Marktkapitalisierung belief sich zuletzt auf 8,81 Milliarden US-Dollar – ein Wert, der sich im vergangenen Jahr bereits mehr als verdoppelt hatte.

Die Gespräche befinden sich laut FT noch in einem fortgeschrittenen, aber nicht abgeschlossenen Stadium. Einige komplexe Details seien noch offen. Besonders heikel: Apple hält eine Beteiligung von 20 Prozent an Globalstar, was Amazon zu Verhandlungen auch mit dem iPhone-Konzern zwingt. Weder Amazon noch Globalstar wollten sich auf Anfrage von Reuters zu den Berichten äußern.

Wettlauf im Orbit: Amazon gegen SpaceX

Der geplante Deal fügt sich in Amazons breitere Satellitenstrategie ein. Der Konzern treibt sein Projekt Leo – früher als Project Kuiper bekannt – mit dem Ziel voran, ein Netzwerk von 3.200 Satelliten in der niedrigen Erdumlaufbahn aufzubauen. Bislang hat Amazon 180 Satelliten im Orbit platziert.

Der direkte Rivale ist Starlink von Elon Musks SpaceX, das bereits über 9.500 Satelliten betreibt und weltweit mehr als neun Millionen Nutzer versorgt. Starlink erwirtschaftet schätzungsweise 50 bis 80 Prozent des gesamten SpaceX-Umsatzes und bedient neben Privat- und Geschäftskunden auch US-Sicherheitsbehörden über die Variante Starshield.

Der Abstand zwischen den beiden Unternehmen ist erheblich – eine Übernahme von Globalstar würde Amazon einen deutlichen Sprung nach vorne ermöglichen. Analysten bewerten das Starlink-Geschäft als zentralen Treiber hinter der geschätzten SpaceX-Gesamtbewertung von 1,75 Billionen US-Dollar. SpaceX hat laut Reuters vertraulich einen Antrag auf einen US-Börsengang gestellt, der als potenziell größter IPO der Geschichte gilt.

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