Cerebras Systems plant Börsengang mit Morgan Stanley als Federführer
Der KI-Chiphersteller Cerebras Systems strebt ein Listing an der Börse an und könnte dabei rund 2 Milliarden US-Dollar einsammeln.

Cerebras Systems hat Morgan Stanley als federführende Bank für seinen geplanten Börsengang ausgewählt. Dies berichtet Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Der amerikanische Hersteller von KI-Chips unternimmt damit einen zweiten Anlauf für ein Listing an der US-Börse.
Die geplante Emission könnte dem Unternehmen rund 2 Milliarden US-Dollar einbringen. Als möglicher Zeitpunkt für den Börsengang wird bereits der April genannt. Cerebras hat dafür neue Unterlagen bei der zuständigen US-Börsenaufsicht SEC eingereicht.
Noch in diesem Monat sollen Analysten-Meetings sowie Gespräche mit potenziellen Investoren stattfinden. Solche sogenannten Roadshows sind ein klassischer Schritt im Vorfeld eines Börsengangs, um institutionelle Investoren für die Aktie zu gewinnen.
Zweiter Anlauf nach gescheitertem IPO-Versuch
Cerebras hatte seine ursprüngliche IPO-Registrierung im Oktober 2024 zurückgezogen, nachdem diese fast ein Jahr zuvor eingereicht worden war. Hintergrund waren damals Bedenken der US-Behörden hinsichtlich eines bedeutenden Investors aus dem Nahen Osten. Der Rückzug kam für die Branche überraschend, da Cerebras als eines der vielversprechendsten KI-Unternehmen im Halbleiterbereich gilt.
Cerebras Systems ist bekannt für seine sogenannten Wafer-Scale-Engine-Chips, die speziell für das Training großer KI-Modelle entwickelt wurden. Das Unternehmen gilt als einer der wenigen ernsthaften Konkurrenten von Nvidia im Bereich KI-Beschleuniger. Für deutsche Anleger ist der Börsengang ein weiteres Zeichen für den anhaltenden Boom im KI-Infrastrukturbereich.
