Oracle streicht Tausende Stellen wegen teurer KI-Rechenzentren
Der US-Softwarekonzern reagiert auf explodierende Kosten beim KI-Ausbau mit einem breiten Stellenabbau.

Oracle plant einem Bloomberg-Bericht zufolge den Abbau Tausender Arbeitsplätze. Hintergrund sind die massiv gestiegenen Kosten für den Aufbau von KI-Rechenzentren. Die Maßnahmen sollen unternehmensübergreifend greifen und könnten noch im März anlaufen.
Die Einschnitte gehen laut Insidern über das bei Oracle übliche Maß hinaus. Besonders betroffen sind demnach Positionen, deren Relevanz das Unternehmen durch den zunehmenden Einsatz von Künstlicher Intelligenz als sinkend einschätzt. KI ersetzt also nicht nur Prozesse – sie kostet auch direkt Arbeitsplätze.
Zusätzlich hat Oracle intern angekündigt, offene Stellen in seiner Cloud-Sparte einer genauen Prüfung zu unterziehen. Das verlangsamt den Einstellungsprozess spürbar und signalisiert eine strategische Neuausrichtung der Personalplanung. Eine offizielle Stellungnahme des Unternehmens blieb aus.
KI-Investitionen belasten die Bilanz
Der SAP-Konkurrent befindet sich mitten in einem kostspieligen Transformationsprozess. Der Ausbau von KI-Infrastruktur verschlingt enorme Kapitalmengen, die Unternehmen weltweit unter Druck setzen, an anderer Stelle zu sparen. Oracle ist damit kein Einzelfall – auch andere Tech-Konzerne wie <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AMSFT">Microsoft, Google und Amazon investieren Milliarden in KI-Kapazitäten.
Für Anleger ist die Entwicklung zweischneidig. Einerseits signalisiert der Stellenabbau kurzfristige Kostendisziplin, was die Marge stützen kann. Andererseits zeigt er, wie stark der KI-Wettbewerb die Branche unter Druck setzt. Oracle-Aktien werden an der New Yorker Börse unter dem Kürzel ORCL gehandelt und haben sich zuletzt im Sog der allgemeinen KI-Euphorie entwickelt.
