Broadcom-Aktie: Aus 5.000 Dollar könnten bis 2028 fast 11.000 werden
Broadcom profitiert massiv vom KI-Boom – eine Prognose zeigt enormes Potenzial für Anleger.

Broadcom (AVGO+0,24%) zählt zu den ruhigeren, aber dennoch überdurchschnittlich performenden Investments im Wettlauf um künstliche Intelligenz. Wer zu Beginn dieses Wettlaufs im Jahr 2023 rund 5.000 Dollar in die Aktie investiert hätte, würde heute über 32.000 Dollar besitzen. Doch für Anleger ist der Blick nach vorne entscheidend – und der fällt laut aktuellen Prognosen vielversprechend aus.
Der Chiphersteller hat sich in den vergangenen Jahren eine starke Position im KI-Sektor aufgebaut. Statt sich direkt mit GPU-Herstellern zu messen, setzt Broadcom auf maßgeschneiderte KI-Chips für große Cloud-Anbieter. Zu den namhaften Kunden zählen <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AGOOG">Alphabet (GOOG-0,07%), Meta Platforms (META+1,49%), OpenAI und Anthropic.
Die benutzerdefinierten KI-Chips von Broadcom gewinnen an Beliebtheit
Broadcom betreibt ein breites Geschäftsfeld, das von Software über virtuelle Desktops bis hin zu Netzwerkhardware reicht. Die aufregendste Produktentwicklung der letzten Jahre waren jedoch die speziell für KI optimierten Chips. Statt sich direkt mit Unternehmen im GPU-Sektor anzulegen, geht Broadcom direkte Partnerschaften mit großen KI-Cloudanbietern ein, um Chips zu entwickeln, die maßgeschneidert für deren spezifische Workloads sind.
Diese Einheiten können bei ordnungsgemäßer Konfiguration eine bessere Leistung zu einem günstigeren Preis bieten als ihre GPU-Pendants. Die Unternehmen haben sich bewusst für eine Zusammenarbeit mit Broadcom entschieden – und die Ergebnisse sind beeindruckend.
Der Umsatz von Broadcom mit KI-Halbleitern explodiert regelrecht. Im Jahresvergleich stieg er um 221 Prozent auf 16,7 Milliarden Dollar. Für das nächste Quartal prognostiziert das Unternehmen 21,7 Milliarden Dollar, was einem Anstieg von 236 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Doch das ist erst der Anfang.
Für das Geschäftsjahr 2027 erwartet Broadcom einen Umsatz von 115 Milliarden Dollar aus Halbleitern für KI-Anwendungen. Im Jahr 2028 soll diese Zahl auf 230 Milliarden Dollar steigen. Große KI-Cloudanbieter setzen zunehmend auf spezialisierte Recheneinheiten, und Broadcom ist der primäre Lieferant dafür. Zudem hat das Unternehmen die notwendige Lieferkette gesichert, um diese Recheneinheiten herzustellen, was die Position weiter festigt.
Broadcom ist jetzt ein Kauf, wenn diese Prognose zutrifft
Broadcom prognostiziert für das Geschäftsjahr 2026 einen Umsatz von 65 Milliarden Dollar aus KI-Halbleitern. Analysten der Wall Street erwarten für das Gesamtjahr einen Umsatz von 106 Milliarden Dollar, was einen Nicht-KI-Umsatz von 41 Milliarden Dollar ergibt. Geht man davon aus, dass dieser Anteil bis zum Geschäftsjahr 2028 mit einer Rate von zehn Prozent wächst, würde dies zu einem Umsatz von 50 Milliarden Dollar führen.
Sollte Broadcom bis 2028 seinen Zielwert von 230 Milliarden Dollar im KI-Umsatz erreichen, ergäbe sich für das Unternehmen bis zum Ende des Geschäftsjahres 2028 ein Gesamtumsatz von 280 Milliarden Dollar. Im jüngsten Quartal verzeichnete Broadcom Gewinnmargen von 44 Prozent, wobei diese Kennzahl in den letzten Quartalen stetig gestiegen ist.
Sollte Broadcom bis zum Geschäftsjahr 2028 eine Gewinnmarge von 45 Prozent erreichen und zu einer durchschnittlichen Bewertung großer Technologieunternehmen von 30-fachen Gewinnen gehandelt werden, läge der Marktwert der Aktie bei 3,78 Billionen Dollar. Der aktuelle Marktwert von Broadcom beträgt 2,7 Billionen Dollar, was auf ein Aufwärtspotenzial von 118 Prozent hindeutet.
Dies würde aus einer Investition von 5.000 Dollar nahezu 11.000 Dollar machen. Zwar wird es Broadcom nicht gelingen, die unglaubliche Performance der vergangenen dreieinhalb Jahre zu wiederholen, doch der Kauf zu diesem Zeitpunkt erscheint weiterhin sinnvoll. Die KI-Hyperscaler versuchen, die Rechenleistung im Verhältnis zum eingesetzten Kapital zu maximieren – wofür der Einsatz eines Spezialgeräts am sinnvollsten ist. Es wird stets Bedarf an GPUs geben, doch die benutzerdefinierten KI-Chips von Broadcom werden in den kommenden Jahren substanzielle Marktanteile hinzugewinnen.
