Bitcoin verharrt bei 67.000 Dollar – Starke US-Arbeitsmarktdaten bremsen
Kryptowährung kämpft mit psychologischer 70.000-Dollar-Marke, während Fed-Zinssenkungen in weite Ferne rücken.

Bitcoin notiert am Donnerstag im asiatischen Handel weitgehend unverändert bei 67.102,80 Dollar – ein Plus von lediglich 0,4 Prozent. Die weltweit größte Kryptowährung bleibt damit unter der psychologisch wichtigen Schwelle von 70.000 Dollar gefangen. Die Marktaktivität zeigt sich angesichts sinkender Liquidität verhalten.
Der Kryptowährungsmarkt reagiert auf unerwartet robuste US-Arbeitsmarktdaten vom Mittwoch. Die Beschäftigtenzahlen außerhalb der Landwirtschaft stiegen im Januar stärker als prognostiziert, während die Arbeitslosenquote nahe ihrer Mehrmonatstiefs verharrte. Das Lohnwachstum blieb stabil – allesamt Signale für eine anhaltende Stärke des US-Arbeitsmarktes.
Diese Entwicklung hat weitreichende Konsequenzen für die Geldpolitik. Händler reduzierten nach Veröffentlichung der Daten ihre Wetten auf baldige Zinssenkungen der Federal Reserve deutlich. Die Markteinpreisungen deuten nun auf geringere Chancen für eine Lockerung vor Juni hin. Höhere Zinsen über einen längeren Zeitraum belasten typischerweise risikosensitive Anlagen wie Kryptowährungen.
Erholung nach Kursrutsch verliert an Schwung
Bitcoin hatte sich zuletzt von einem deutlichen Einbruch in Richtung 60.000 Dollar Anfang Februar erholt. Seither kämpft die Kryptowährung jedoch darum, wieder nachhaltigen Aufwärtsschwung zu gewinnen. Die Unfähigkeit, die 70.000-Dollar-Marke zu durchbrechen, spiegelt die vorsichtige Risikobereitschaft der Anleger und die anhaltende Volatilität wider.
Die Aufmerksamkeit der Investoren richtet sich nun auf weitere Konjunkturdaten. Am Donnerstag werden die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht, die zusätzliche Hinweise auf die Arbeitsmarktlage liefern könnten. Besonders im Fokus steht der US-Verbraucherpreisindex am Freitag, der klarere Signale für Inflationstrends und den geldpolitischen Ausblick der Fed geben dürfte.
Liquiditätsprobleme bei BlockFills sorgen für Unruhe
Zusätzliche Unsicherheit bringt die Nachricht, dass der Krypto-Liquiditätsanbieter BlockFills die Auszahlungen für Kunden gestoppt hat. Laut Berichten der Financial Times und anderer Medien begann dieser Schritt bereits letzte Woche. Das Unternehmen begründet die Maßnahme mit dem Bestreben, Kunden und die Plattform in einem angespannten Marktumfeld zu schützen und die Liquidität wiederherzustellen.
BlockFills betreut mehr als 2.000 institutionelle Kunden und wickelte 2025 ein Handelsvolumen von über 60 Milliarden Dollar ab. Kunden können unter bestimmten Bedingungen weiterhin Spot- und Derivatepositionen handeln. Die Aussetzung erinnert an vergleichbare Maßnahmen von Krypto-Unternehmen in früheren Abschwungphasen.
Altcoins zeigen moderate Gewinne
Die meisten Altcoins notierten am Donnerstag in einem seitwärts gerichteten Handel leicht fester. Ethereum, die weltweit zweitgrößte Kryptowährung, legte um 1,1 Prozent auf 1.972,92 Dollar zu. XRP stieg um 1,6 Prozent auf 1,38 Dollar, während Solana unverändert blieb. Cardano und Polygon verzeichneten jeweils Zugewinne von 2,5 Prozent. Unter den Meme-Tokens notierte Dogecoin mit einem Plus von 2,2 Prozent.
