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Bitcoin stürzt ab: Marke von 70.000 Dollar in Gefahr

Weltgrößte Kryptowährung fällt auf tiefsten Stand seit November 2024 – Massive ETF-Abflüsse belasten

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Bitcoin stürzt ab: Marke von 70.000 Dollar in Gefahr

Bitcoin steht unter massivem Verkaufsdruck und notiert am Donnerstag nur noch knapp über der psychologisch wichtigen Marke von 70.000 US-Dollar. In der asiatischen Handelssitzung brach die weltgrößte Kryptowährung um mehr als 3 Prozent auf 70.052 Dollar ein – der tiefste Stand seit November 2024.

Auch Ether, die zweitgrößte Kryptowährung, gerät unter die Räder und verliert fast 2 Prozent auf 2.086 Dollar. Ein Rutsch unter die 2.000-Dollar-Marke würde den ersten derartigen Vorfall seit Mai vergangenen Jahres bedeuten. Die Verluste summieren sich: Bitcoin hat in dieser Woche bereits mehr als 7 Prozent eingebüßt, seit Jahresbeginn beläuft sich das Minus auf fast 20 Prozent. Ether verlor im gleichen Zeitraum sogar knapp 30 Prozent.

Warsh-Nominierung als Auslöser

Als Katalysator für den jüngsten Kursrutsch gilt die Nominierung von Kevin Warsh zum nächsten Vorsitzenden der US-Notenbank Federal Reserve. Marktteilnehmer befürchten, dass Warsh die Bilanz der Fed aggressiv reduzieren könnte – ein Schreckensszenario für Kryptowährungen. "Der Markt fürchtet in ihm einen Falken", erklärt Manuel Villegas Franceschi vom Next Generation Research Team bei Julius Bär. "Eine kleinere Bilanz wird Kryptowährungen keinen Rückenwind verschaffen."

Kryptowährungen profitierten in der Vergangenheit stark von einer expansiven Geldpolitik. Solange die Fed die Märkte mit Liquidität versorgte, legten spekulative Vermögenswerte wie Bitcoin zu. Diese Zeiten scheinen vorerst vorbei.

Institutionelle Investoren ziehen sich zurück

Die Probleme am Kryptomarkt reichen jedoch tiefer. Bereits seit dem Rekordabsturz im Oktober kämpfen digitale Währungen mit schwindendem Investoreninteresse. Damals wurden massenhaft gehebelte Positionen liquidiert, was Bitcoin von seinem Höchststand abstürzen ließ.

Analysten der Deutschen Bank sehen vor allem institutionelle Abflüsse als Hauptproblem: "Wir glauben, dass dieser breitere Rückgang hauptsächlich auf massive Abzüge aus institutionellen ETFs zurückzuführen ist." Die Zahlen sind alarmierend: US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten allein im Januar Abflüsse von mehr als 3 Milliarden Dollar. Im Dezember waren es rund 2 Milliarden, im November sogar 7 Milliarden Dollar.

"Diese stetigen Verkäufe signalisieren unserer Ansicht nach, dass traditionelle Investoren das Interesse verlieren und der allgemeine Pessimismus in Bezug auf Krypto zunimmt", warnen die Analysten. Die Stimmung gegenüber der Branche bleibt fragil, ein Ende der Talfahrt ist derzeit nicht in Sicht.

BitcoinKryptowährungEthereumFederal ReserveKevin Warsh

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