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Bitcoin fällt auf 76.500 Dollar – Iran-Konflikt und Fed belasten

Geopolitische Spannungen im Nahen Osten und eine gespaltene US-Notenbank drücken Bitcoin unter die 77.000-Dollar-Marke.

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Bitcoin fällt auf 76.500 Dollar – Iran-Konflikt und Fed belasten

Bitcoin notiert am Donnerstag verhalten bei rund 76.500 Dollar und verzeichnet damit einen Rückgang von 0,4 Prozent innerhalb von 24 Stunden. Die weltweit größte Kryptowährung fiel im Tagesverlauf zeitweise auf ein Tagestief von 74.958 Dollar, nachdem sie in der vorangegangenen Sitzung noch nahe der Marke von 78.000 Dollar gehandelt worden war. Zwei belastende Faktoren dominieren das Marktgeschehen: eskalierende geopolitische Spannungen rund um den Iran sowie eine zunehmend restriktive Haltung der US-Notenbank Federal Reserve.

Die Risikobereitschaft an den globalen Märkten leidet besonders unter einem Bericht des US-Nachrichtenportals Axios. Demnach soll US-Präsident Donald Trump ein Briefing über neue militärische Optionen gegen den Iran erhalten haben. Der Bericht deutet darauf hin, dass Washington zusätzliche Schritte abwägt, um das derzeitige Patt zu überwinden – mit wachsendem Fokus auf die Auswirkungen sowohl auf das Militär als auch auf die Energiemärkte.

Ölpreise auf Vierjahreshoch – Straße von Hormus im Fokus

Die Reaktion an den Rohstoffmärkten war unmittelbar: Der Ölpreis der Sorte Brent sprang auf über 125 Dollar pro Barrel und markierte damit ein Vierjahreshoch. Hintergrund sind anhaltende Unterbrechungen der Lieferströme durch die Straße von Hormus, einem kritischen globalen Nadelöhr für den Öltransport. Brent gab später auf 114 Dollar pro Barrel nach. Ein separater Bericht des Wall Street Journal berichtete zudem, dass die USA ihre Verbündeten zu einer gemeinsamen Koalition drängen, um die Straße von Hormus wieder zu öffnen.

Das makroökonomische Umfeld wird zusätzlich durch die jüngste Entscheidung der Federal Reserve belastet. Die US-Notenbank beließ die Zinssätze zwar unverändert, lieferte jedoch die am stärksten gespaltene Abstimmung seit Jahrzehnten. Drei regionale Fed-Präsidenten stimmten gegen Formulierungen, die implizit künftige Zinssenkungen signalisieren – mit der Begründung, dies sei unangemessen, da die Inflation weiterhin über dem Zielwert liege und die Risiken nach oben gerichtet seien.

Fed-Chef Powell warnt vor anhaltender Inflation

Fed-Chef Jerome Powell räumte einen wachsenden internen Druck ein, zu einer neutraleren geldpolitischen Haltung überzugehen. Er warnte ausdrücklich, dass die Inflation ihren Höhepunkt noch nicht erreicht habe. Powell bestätigte zudem, dass er im nächsten Monat als Vorsitzender zurücktreten, aber im Gouverneursrat der Fed verbleiben wird. Diese Kombination aus geopolitischer Unsicherheit und geldpolitischer Unklarheit setzt risikobehaftete Anlageklassen wie Kryptowährungen besonders unter Druck.

Die schwache Stimmung zog den gesamten Kryptomarkt nach unten. Die zweitgrößte Kryptowährung Ethereum verlor 1,6 Prozent auf 2.267,65 Dollar. XRP, die Nummer drei der Kryptowelt, gab um 0,4 Prozent auf 1,37 Dollar nach. Solana und Cardano fielen um jeweils weniger als 1 Prozent. Eine Ausnahme bildete Polygon, das um fast 4 Prozent zulegte. Unter den Meme-Tokens konnte Dogecoin gegen den Trend um 0,5 Prozent zulegen.

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