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Best Buy startet Gaming-Hub vor Zelda und GTA VI Release

Der Elektronikhändler baut sein Gaming-Geschäft aus und launcht eine neue Online-Plattform rechtzeitig vor den wichtigsten Releases des Jahres.

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Best Buy startet Gaming-Hub vor Zelda und GTA VI Release

Best Buy weitet sein Engagement im Gaming-Segment deutlich aus. Wie Patrick McGinnis, Chief Revenue Officer des US-Elektronikfachhändlers, im exklusiven Interview mit CNBC erklärte, startet das Unternehmen am Dienstag ein neues Kundenerlebnis, das Gaming-Inhalte, neue Technologien und Sonderangebote kombiniert. Die Online-Plattform trägt den Namen „Best Buy Gamers“ und wird zunächst in einer Beta-Version veröffentlicht.

Laut Angaben des Unternehmens kaufen jährlich Millionen von Gamern bei dem Händler ein. Viele von ihnen probieren Spiele vor Ort aus und lassen sich von Experten im Geschäft beraten. Das neue Gaming-Erlebnis wurde in Partnerschaft mit der Videospiel-Website IGN entwickelt und bietet Mitgliedern Gaming-Artikel und -Rezensionen. Hinzu kommen Live-Berichte über Best-Buy-Events zu Produktstarts sowie Angebote für neue Technologien.

Die Ankündigung fällt zeitlich mit einigen der bedeutendsten Releases des Jahres im Gaming-Segment zusammen. Am 5. November erscheint „The Legend of Zelda: Ocarina of Time“, ein Remake von Nintendo. Gut zwei Wochen später, am 19. November, folgt der Start von Take-Two Interactives hocherwartetem „Grand Theft Auto VI“. McGinnis bezeichnete den Zeitpunkt der Einführung angesichts der Vielzahl neuer Videospiele im kommenden Monat als „ziemlich perfekt“ – obwohl sein Unternehmen bereits seit über einem Jahr an der neuen Plattform arbeitet.

Gaming als Wachstumsmotor

Best Buy setzt zunehmend auf Gaming, weil der Händler einen steigenden Bedarf bei seinen Kunden erkennt. Für die Ergebnisse des ersten Finanzquartals, die im Mai berichtet wurden, gab das Unternehmen an, dass Gaming und Computing zu den wichtigsten Wachstumstreibern zählten. In einer Telefonkonferenz mit Analysten zur Diskussion der Ergebnisse des zweiten Finanzquartals im August erklärte der designierte CEO Jason Bonfig, dass das Unternehmen mit einer durch „Grand Theft Auto VI“ ausgelösten Nachfrage rechnet, die die gesamte Gaming-Kategorie ankurbeln dürfte.

Der Schritt fällt in eine Phase, in der Best Buy nach neuen Wachstumsmotoren sucht. Der Händler versucht, seine Geschäftsleistung unter Bonfig wieder zu beleben. Das Unternehmen verzeichnete rückläufige Umsätze und war unter anderem von Zöllen sowie einem niedrigeren Verbrauchervertrauen betroffen. Die Erschließung des Gaming-Marktes könnte dazu beitragen, den Fachhandel wieder zu beleben. McGinnis betonte, dass das neue Gamer-Erlebnis ein Beispiel dafür sei, wie die strategischen Ziele des Unternehmens zusammengeführt würden.

Offline-Erlebnisse und digitale Plattform kombiniert

Best Buy setzt auch verstärkt auf stationäre Erlebnisse rund um Gaming. Den Anfang macht ein Standort in Torrance im US-Bundesstaat Kalifornien, der nächsten Monat eröffnet wird. Dort werden Sony, Nintendo und Microsoft gemeinsam Gaming-Erlebnisse und Aktivierungen für Kunden anbieten. Durch die Kombination aus stationärem Handel und der neuen Online-Plattform hofft Best Buy laut McGinnis, an der Schnittstelle von Technologie, Unterhaltung und Kultur innerhalb der Gaming-Community zu stehen.

Das Unternehmen plant, sein neues Online-Erlebnis auf Basis von Kundenfeedback anzupassen und weiterhin Innovationen voranzutreiben. Ziel sei es, das Publikum dort abzuholen, wo es sich befindet – insbesondere da das Gaming-Segment weiterhin zu den stärksten Performern des Unternehmens zählt. Für deutsche Anleger ist die Entwicklung vor allem deshalb interessant, weil sie zeigt, wie klassische Elektronikhändler auf den wachsenden Gaming-Markt reagieren und versuchen, mit neuen digitalen Angeboten zusätzliche Erlösquellen zu erschließen.

Der Ansatz, stationären Handel mit einer digitalen Community zu verbinden, ist im Einzelhandel ein zunehmend verbreitetes Modell. Best Buy folgt damit dem Trend, Kunden nicht nur über den Preis, sondern über Inhalte und Beratung zu binden. Ob sich die Rechnung aufgeht, dürfte sich bereits in den kommenden Monaten zeigen, wenn die großen Spielveröffentlichungen im November für zusätzliche Nachfrage sorgen sollen.

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