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Benzinpreise unter 3 Dollar: US-Energieminister Wright gibt Zeitplan

US-Energieminister Chris Wright rechnet frühestens nächstes Jahr mit Benzinpreisen unter drei Dollar pro Gallone.

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Benzinpreise unter 3 Dollar: US-Energieminister Wright gibt Zeitplan

US-Energieminister Chris Wright hat am Sonntag erklärt, dass die Benzinpreise in den Vereinigten Staaten möglicherweise erst im nächsten Jahr wieder unter die Marke von drei Dollar pro Gallone fallen werden. Als Hauptgrund nannte er den anhaltenden Krieg der USA mit dem Iran sowie die weitgehende Sperrung der Straße von Hormus, die die globalen Energiemärkte weiterhin stark belastet.

Wright betonte dabei den historischen Kontext der Preismarke: „Unter 3 Dollar pro Gallone inflationsbereinigt ist ziemlich beachtlich. Das hatten wir während der Trump-Administration, aber inflationsbereinigt hatten wir das schon lange nicht mehr gesehen. Wir werden sicher dorthin zurückkehren." Der Minister zeigte sich damit grundsätzlich optimistisch, dämpfte jedoch die Erwartungen an eine schnelle Erholung.

Die Zahlen verdeutlichen das Ausmaß des Preisanstiegs: Laut dem Preisvergleichsdienst GasBuddy lag der durchschnittliche Preis für Normalbenzin in den USA am 1. Februar noch bei 2,90 Dollar pro Gallone. Seit Kriegsbeginn am 28. Februar sind die Preise massiv gestiegen und liegen laut dem Automobilclub AAA derzeit im Durchschnitt bei rund 4,04 Dollar pro Gallone – ein Anstieg von mehr als 38 Prozent innerhalb weniger Wochen.

Straße von Hormus als kritischer Engpass

Der Grund für den drastischen Preissprung liegt vor allem in der strategischen Bedeutung der Straße von Hormus. Über diese Meerenge zwischen dem Iran und der Arabischen Halbinsel wird etwa ein Fünftel des weltweiten Erdöls transportiert. Der Iran hat die Wasserstraße seit Ausbruch des Krieges weitgehend abgeriegelt, was die globale Ölversorgung erheblich unter Druck setzt und die Preise in die Höhe treibt.

Zwar gaben die Ölpreise Ende vergangener Woche nach, nachdem sowohl die USA als auch der Iran erklärt hatten, die Meerenge für den Handel zu öffnen. Diese Hoffnungen wurden jedoch am Wochenende jäh gedämpft: Der Iran beschoss zwei Tanker, die die Straße von Hormus passierten. Dies nährte Zweifel daran, ob ein möglicher Waffenstillstand von Dauer sein und die Meerenge tatsächlich wieder vollständig für den Schiffsverkehr freigegeben werden würde.

Diplomatische Gespräche in Islamabad

Auf diplomatischer Ebene laufen die Bemühungen um eine Lösung des Konflikts weiter. US-Gesandte sollen am Montag in Islamabad, Pakistan, erneut mit ihren iranischen Amtskollegen zusammentreffen, um über ein Ende des Krieges zu verhandeln. Der Ausgang dieser Gespräche dürfte maßgeblich darüber entscheiden, wie schnell sich die Lage an den Energiemärkten entspannt.

Für deutsche Verbraucher und Anleger ist die Entwicklung in den USA ein wichtiges Signal: Die globalen Ölmärkte reagieren sensibel auf geopolitische Spannungen rund um die Straße von Hormus. Steigende Rohölpreise wirken sich erfahrungsgemäß zeitversetzt auch auf die Kraftstoffpreise in Europa und Deutschland aus. Die Lage bleibt damit auch für hiesige Marktteilnehmer ein zentrales Beobachtungsfeld.

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