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Bandbreitenmauer im Rechenzentrum: Bernstein sieht Celestica als KI-Gewinner

Ein wachsender Engpass in Rechenzentren könnte Netzwerkaktien wie Celestica zum Profiteur des KI-Booms machen, so Bernstein.

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Bandbreitenmauer im Rechenzentrum: Bernstein sieht Celestica als KI-Gewinner

Der KI-Boom an den Finanzmärkten wird bislang vor allem mit den großen Chipherstellern verbunden. Nach Einschätzung des Analysehauses Bernstein greift diese Sicht jedoch zu kurz. Denn neben den Halbleiterkonzernen könnte eine zweite Gruppe von Unternehmen überproportional vom Ausbau der Künstlichen Intelligenz profitieren: Anbieter von Netzwerktechnik.

Im Zentrum dieser These steht ein wachsender Engpass in Rechenzentren, den Bernstein-Analyst Daniel Zhu als „Bandbreitenmauer“ bezeichnet. Diese Bandbreitenmauer entsteht offenbar dadurch, dass die Rechenleistung in den Datenzentren schneller wächst als die Fähigkeit, die anfallenden Datenmengen zwischen den einzelnen Komponenten zu transportieren. Genau an dieser Stelle setzt das Wachstumspotenzial für Netzwerkaktien wie Celestica an.

Nach Einschätzung von Bernstein führt dieser Engpass zu Milliardeninvestitionen in Hochgeschwindigkeitsnetzwerke und optische Hardware. Unternehmen, die auf diese beiden Felder spezialisiert sind, könnten damit zu den stillen Nutznießern des KI-Ausbaus werden. Während die Aufmerksamkeit der Anleger häufig auf die prominenten Chiphersteller gerichtet ist, geraten Netzwerkspezialisten wie Celestica damit möglicherweise erst spät in den Blickpunkt des breiten Marktes.

Warum Netzwerke zum kritischen Faktor werden

Die Beobachtung von Bernstein ordnet sich in ein größeres Muster ein: Der Ausbau von KI-Rechenzentren erfordert nicht nur immer leistungsfähigere Prozessoren, sondern auch die Infrastruktur, um enorme Datenmengen schnell zwischen Servern, Chips und Speichereinheiten zu bewegen. Wenn diese Verbindungswege zum Nadelöhr werden, verschiebt sich der Investitionsschwerpunkt der Betreiber hin zu Netzwerktechnik. Für Anleger bedeutet das, dass die Gewinnverteilung des KI-Booms breiter gestreut sein könnte als vielfach angenommen.

Celestica wird in diesem Zusammenhang als Netzwerkaktie genannt, die von dieser Entwicklung profitieren könnte. In der übersetzten Originalmeldung wird das Unternehmen zudem mit Verbindungen zu Google und OpenAI in Verbindung gebracht, ohne dass dort weitere Details zu diesen Beziehungen ausgeführt werden. Bernstein sieht in dem strukturellen Engpass ein „enormes Wachstumspotenzial“ für Netzwerkaktien wie Celestica.

Einordnung für deutsche Anleger

Für Privatanleger in Deutschland ist die These insofern relevant, als sie den Blick auf die gesamte Wertschöpfungskette der KI-Infrastruktur lenkt. Wer bislang ausschließlich auf Chiphersteller setzte, könnte nach Einschätzung von Bernstein einen bedeutenden Teil des Wachstums übersehen. Die Analyse deutet darauf hin, dass der Engpass bei der Datenübertragung – die sogenannte Bandbreitenmauer – zum bestimmenden Thema der nächsten Ausbaustufe von Rechenzentren werden könnte.

Ob sich diese Erwartung tatsächlich in steigenden Kursen niederschlägt, hängt von zahlreichen Faktoren ab, die in der Meldung nicht im Detail ausgeführt werden. Klar ist jedoch: Bernstein rückt mit seiner Einschätzung eine bislang wenig beachtete Gruppe von Unternehmen in den Mittelpunkt der KI-Debatte. Die Kernaussage bleibt, dass der wachsende Engpass in Rechenzentren erhebliche Investitionen in Hochgeschwindigkeitsnetzwerke und optische Hardware auslösen dürfte – und dass Celestica zu den möglichen Profiteuren dieser Entwicklung zählt.

Die Aufmerksamkeit des Marktes konzentriert sich bislang stark auf die Chiphersteller. Sollte sich die These der „Bandbreitenmauer“ bestätigen, könnte sich das ändern. Netzwerkspezialisten wie Celestica stünden dann im Zentrum eines Investitionszyklus, der nach Einschätzung von Bernstein in die Milliarden geht.

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