Asiens Börsen: Japan auf Rekordhoch, Nvidia beflügelt Chipaktien
Japanische Aktien erreichen neue Bestmarken, während Nvidias Quartalszahlen Südkoreas Chiphersteller beflügeln.

Die asiatischen Aktienmärkte haben am Donnerstag deutlich zugelegt. Japanische Titel erreichten dabei ein neues Rekordhoch, da Anleger ihre Erwartungen weiterer Zinserhöhungen durch die Bank of Japan zurückschraubten. Der nachlassende Zinserhöhungsdruck stützte die Kurse und sorgte für breite Kauflaune.
Südkoreanische Chiphersteller profitierten besonders stark von den positiven Quartalsergebnissen des US-Grafikchipriesen Nvidia. Die überzeugenden Zahlen des KI-Schwergewichts lösten eine ausgeprägte Rallye im Halbleitersektor aus. Nvidia gilt als Gradmesser für die globale Nachfrage nach KI-Chips und beeinflusst damit direkt die Bewertung asiatischer Zulieferer.
Die Wall Street lieferte am Vorabend starke Vorgaben: Technologieaktien hatten im Vorfeld der Nvidia-Zahlen bereits kräftig zugelegt und damit den Boden für die asiatische Handelssitzung bereitet.
Gemischtes Bild in China und Hongkong
Die breiteren asiatischen Märkte zeigten sich indes weniger einheitlich. Die chinesischen Festlandmärkte stabilisierten sich nach einer zweitägigen Kursrallye zur Wiedereröffnung nach den Feiertagen. Ein weiterer kräftiger Anstieg blieb jedoch aus, da Anleger zunächst Gewinne mitnahmen.
Hongkong gab nach und entwickelte sich damit gegen den regionalen Trend. Schwäche bei lokalen Technologiewerten belastete den Hang Seng Index und bremste die positive Gesamtstimmung in der Region. Damit zeigt sich einmal mehr die unterschiedliche Dynamik zwischen den einzelnen asiatischen Märkten.
Für deutsche Anleger mit Exposure in Asien-Fonds oder einzelnen Titeln wie Samsung oder SK Hynix bleibt die Entwicklung rund um Nvidia und die KI-Nachfrage ein entscheidender Kurstreiber. Die Kombination aus nachlassendem Zinserhöhungsdruck in Japan und starker Technologienachfrage weltweit stützt die Stimmung in der Region.
