Asiens Börsen steigen: Nvidia-Konferenz beflügelt Technologiewerte
Starke Gewinne an der Wall Street und Nvidias GTC-Konferenz treiben asiatische Märkte an – trotz Iran-Spannungen und RBA-Zinserhöhung.

Die meisten asiatischen Aktienmärkte haben am Dienstag zugelegt, angetrieben von einer kräftigen Rallye im Technologiesektor. Auslöser war die jährliche Entwicklerkonferenz von Nvidia, auf der Konzernchef Jensen Huang neue KI-Systeme und Komponenten vorstellte. Die Stimmung gegenüber Chipherstellern und dem breiten Technologiesektor hellte sich daraufhin deutlich auf.
Der südkoreanische KOSPI profitierte am stärksten und sprang um knapp 3 Prozent nach oben. Samsung Electronics legte dabei um fast 5 Prozent zu. Japans Nikkei 225 gewann 0,5 Prozent, der breiter gefasste TOPIX stieg um 1,1 Prozent. In China rückte der Shanghai Composite um 0,4 Prozent vor, der CSI 300 legte 0,7 Prozent zu, und Hongkongs Hang Seng Index handelte 1,1 Prozent fester.
RBA erhöht Leitzins auf 4,10 Prozent
Ein wichtiges Ereignis des Tages war die Zinsentscheidung der Reserve Bank of Australia (RBA). Die australische Zentralbank hob ihren Leitzins in einer knappen Abstimmung von 5 zu 4 Stimmen um 25 Basispunkte auf 4,10 Prozent an. Als wesentliches Aufwärtsrisiko für die Inflation nannte die RBA ausdrücklich die steigenden Treibstoffkosten im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt.
Australiens S&P/ASX 200 reagierte vergleichsweise gelassen und notierte nach der Entscheidung 0,2 Prozent höher. Die Entscheidung der RBA fällt in eine ereignisreiche Woche für die globale Geldpolitik: Die US-Notenbank Federal Reserve gibt ihre Zinsentscheidung am Mittwoch bekannt, die Bank of Japan schließt ihre Sitzung am 19. März ab.
Iran-Konflikt belastet Ölmärkte und Inflationsausblick
Die Gewinne an den asiatischen Börsen wurden durch die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten begrenzt. Der Konflikt unter Beteiligung der USA, Israels und des Irans ist mittlerweile in seine dritte Woche gegangen. Besonders besorgniserregend ist die Bedrohung der Schifffahrt durch die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Ölhandelsrouten weltweit.
Der Brent-Ölpreis notierte am Dienstag bei über 100 US-Dollar pro Barrel und bleibt damit auf einem erhöhten Niveau. Anhaltend hohe Ölpreise schüren Befürchtungen, dass der Inflationsdruck global erhöht bleiben könnte. Dies erschwert den Zentralbanken weltweit die Rückkehr zu einer lockereren Geldpolitik erheblich.
Indiens Nifty 50 gab als einer der wenigen regionalen Indizes leicht um 0,1 Prozent nach, während Singapurs Straits Times Index um 1,2 Prozent zulegte. US-Aktienindex-Futures notierten im asiatischen Handel am Dienstag etwas schwächer, was auf eine verhaltene Eröffnung an der Wall Street hindeutet.
