Indien: Gasknappheit treibt Nachfrage nach Induktionsherden stark an
In Indien löst die Angst vor Gasengpässen Hamsterkäufe bei Induktionsherden aus – mit spürbaren Folgen für den Markt.

In Indien boomt der Markt für Induktionsherde. Auslöser ist die wachsende Sorge der Bevölkerung vor Engpässen bei Flüssiggas (LPG), das in indischen Haushalten traditionell zum Kochen verwendet wird. Die Nachfrage nach elektrischen Alternativen stieg zuletzt sprunghaft an.
Berichte über Lieferunterbrechungen bei Gasflaschen haben in mehreren indischen Städten, darunter Mumbai, Hamsterkäufe ausgelöst. Verbraucher sichern sich Induktionsherde als Absicherung gegen mögliche Versorgungsausfälle. Der Trend zeigt, wie empfindlich der indische Haushaltsmarkt auf Energieversorgungsrisiken reagiert.
Elektrische Kochalternativen gewinnen an Bedeutung
Hersteller von Induktionsherden berichten von deutlich gestiegenen Verkaufszahlen. Unternehmenssprecher bestätigten gegenüber Reuters einen merklichen Anstieg der Nachfrage seit Ausbruch der Versorgungssorgen. Falls die Unterbrechungen bei der Gasversorgung anhalten, dürfte sich dieser Trend weiter verstärken.
Für den indischen Markt ist dies eine bemerkenswerte Entwicklung. Traditionell dominieren Gaskocher den Haushalt – Induktionsherde galten lange als Nischenprodukt. Die aktuelle Situation könnte jedoch einen strukturellen Wandel hin zu elektrischen Kochlösungen beschleunigen.
Analysten beobachten die Entwicklung genau. Manish Valecha vom Finanzhaus Anand Rathi sowie CEO Venkatesh Vijayaraghavan kommentierten gegenüber Reuters die Marktlage. LSEG-Daten unterstreichen die wachsende Bedeutung des Segments im indischen Haushaltsgerätemarkt.
