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Asien-Pazifik-Märkte erholen sich trotz Nahost-Spannungen und Ölpreisrückgang

Asiatische Börsen schließen mehrheitlich im Plus, während Ölpreise nach nächtlichem Sprung über 80 Dollar wieder nachgeben.

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Asien-Pazifik-Märkte erholen sich trotz Nahost-Spannungen und Ölpreisrückgang

Die asiatisch-pazifischen Aktienmärkte haben sich am Freitag von frühen Verlusten erholt und sich damit von den negativen Vorgaben der Wall Street abgekoppelt. Im Mittelpunkt des Marktgeschehens standen die Spannungen im Nahen Osten, die die globale Energieversorgung bedrohen und die Ölpreise zeitweise deutlich nach oben trieben.

Der Brent-Rohöl-Future, der in der Nacht die Marke von 80 Dollar pro Barrel durchbrochen hatte, gab am Freitag wieder nach und notierte zuletzt rund 0,3 Prozent tiefer bei 85,14 Dollar. Die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI), die am Donnerstag ihren größten Tagesgewinn seit Mai 2020 verbucht hatte, verlor 0,53 Prozent auf 80,58 Dollar. Hintergrund ist die Sorge, dass der Iran-Konflikt die weltweite Energieversorgung gefährden könnte.

Südkorea und Japan im Aufwind

Besonders stark zeigte sich der südkoreanische Kospi, der seine zwischenzeitlichen Verluste wettmachte und knapp im Plus bei 5.584,87 Punkten schloss – einen Tag nach seinem besten Handelstag seit 2008. Der Small-Cap-Index Kosdaq legte sogar um 3,43 Prozent auf 1.154,67 Punkte zu. Die Kosdaq-150-Futures sprangen im frühen Handel um 6 Prozent nach oben und lösten damit eine fünfminütige Handelsunterbrechung aus.

Ein klarer Gewinner war das südkoreanische Rüstungsunternehmen LIG Nex1, dessen Aktie um mehr als 9 Prozent stieg. Südkoreanische Medien berichteten, dass die Luftverteidigungssysteme des Konzerns erfolgreich eingesetzt wurden, um iranische Raketen abzufangen, die auf die Vereinigten Arabischen Emirate abgefeuert worden waren. Japans Nikkei 225 schloss 0,62 Prozent höher bei 55.620,84 Punkten, der Topix gewann 0,39 Prozent auf 3.716,93 Punkte.

SoftBank Group Corp profitierte von Berichten, wonach das Unternehmen einen Rekordkredit in Höhe von 40 Milliarden Dollar anstrebt, um seine Investition in OpenAI zu finanzieren. Die Aktie legte um 1,6 Prozent zu. Australiens S&P/ASX 200 hingegen verlor 1 Prozent auf 8.851 Punkte, belastet durch schwache Rohstoffwerte.

Hongkong und China legen zu – Wall Street unter Druck

Der Hang-Seng-Index in Hongkong weitete seine Gewinne vom Vortag aus und stieg um 1,69 Prozent. Der festlandchinesische CSI 300 legte moderat um 0,23 Prozent zu. Damit zeigten sich die chinesischen Märkte widerstandsfähiger als ihre westlichen Pendants.

An der Wall Street hatten am Vorabend alle drei Hauptindizes Verluste verbucht. Der Dow Jones Industrial Average fiel um 1,61 Prozent, der S&P 500 gab 0,56 Prozent nach, und der technologielastige Nasdaq Composite verlor 0,26 Prozent. Besonders unter Druck standen Industriewerte wie Boeing und Caterpillar, die bei einer globalen Konjunkturabkühlung besonders anfällig gelten.

Zusätzliche Unsicherheit entstand an der globalen Handelsfront: Die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James und die Chefankläger von 23 weiteren US-Bundesstaaten reichten erneut Klage ein, um das globale Zollregime von Präsident Donald Trump zu blockieren. Dies folgte auf eine Entscheidung des US-Gerichtshofs für internationalen Handel, wonach Unternehmen Anspruch auf Rückerstattung von Trumps Zöllen haben, die der Oberste Gerichtshof zuvor aufgehoben hatte.

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