Asien-Aktien im Q3-Rückblick: Singapur führt, Südkorea hinkt hinterher
Singapurs bankenlastiger Markt schlägt Asiens KI-Favoriten – Anleiherenditen bleiben das größte Risiko im vierten Quartal.

Das dritte Quartal 2026 endet am Mittwoch. Da die letzten Handelstage des Quartals noch in vollem Gange sind, gilt die dreimonatige Rendite als aussagekräftigstes Maß für die Q3-Performance. Sie weist auf einen überraschenden Gewinner hin: Der stabile, bankenlastige Markt Singapurs hat Asiens KI-Favoriten geschlagen.
Die zugrunde liegenden Kurse sind Intraday-Kurse vom 30. September 2026 (etwa 12:30 bis 12:51 Uhr EDT). Jakarta hatte aufgrund der Feiertage geschlossen. Die endgültigen Q3-Zahlen können daher leicht abweichen. Für deutsche Anleger, die in asiatische Märkte investiert sind, lohnt sich ein genauer Blick auf die Treiber dieser Entwicklung.
Anleiherenditen als Hauptrisiko
Als zentrales Risiko für die weitere Entwicklung gelten die Anleiherenditen. Langlaufende US-Anleiherenditen haben Zweijahres-Höchststände erreicht. Brent-Rohöl liegt nahe bei 105 US-Dollar, und die Märkte erwarten nach dem ersten Zinsschritt der Fed seit mehr als drei Jahren weitere Erhöhungen.
Asiatische Aktien haben bislang „Nerven gezeigt“, wie es in der Analyse heißt. Doch wenn risikofreie Renditen über 5% liegen, werden überzogene Bewertungen schwerer zu verteidigen. Diese Mechanik ist auch für europäische Investoren relevant, da höhere US-Renditen Kapital aus Schwellenländern abziehen können.
Unternehmensgewinne stützen die Aktienmärkte weiterhin. Die Bank Citi gab an, von der ruhigen Reaktion der Aktienmärkte überrascht worden zu sein. Starkes nominelles BIP-Wachstum und die Begeisterung für künstliche Intelligenz halten die Gewinnerwartungen hoch.
Die zentrale Frage der Citi-Kunden lautet, auf welchem Niveau der Anleiherenditen Hyperscaler – also die großen Cloud-Unternehmen – ihre Kapitalausgaben kürzen würden. Diese Frage ist deshalb bedeutsam, weil die KI-Investitionen der Hyperscaler als wichtiger Treiber der asiatischen Technologiewerte gelten.
Dollar-Stärke und geopolitische Faktoren
Der Dollar legte im September um etwa 2% zu. Für asiatische Märkte ist eine solche Dollar-Stärke üblicherweise ein Gegenwind, da sie Exporte verteuert und Kapitalabflüsse begünstigt.
Auch die geopolitischen Gespräche bleiben ein Faktor. Die Gespräche zwischen Xi und Trump in Washington zu den Themen Handel, KI oder Taiwan haben bislang wenig Ergebnisse bezüglich dieser Punkte hervorgebracht. Dies ist vor allem für Hongkong und Shanghai relevant.
Das Fazit der Analyse: Im vierten Quartal wird die Richtung der Anleiherenditen wahrscheinlich wichtiger sein als die Gewinnimpulse. Für Anleger bedeutet das, dass die Zinsentwicklung in den USA stärker ins Gewicht fallen dürfte als die Quartalszahlen der Unternehmen.
Der Artikel wurde mit Unterstützung der KI erstellt und von einem Redakteur überprüft.
