Star Copper vertieft Bohrungen im westlichen Erweiterungsgebiet von Star Main
Vier Bohrlöcher über rund 2.200 Meter: Star Copper testet die westliche Erweiterung des Kupfer-Gold-Porphyrsystems Star Main in British Columbia.

Star Copper Corp. hat ein Update zu seinem laufenden Explorationsprogramm 2026 vorgelegt. Das Unternehmen hält 100 Prozent am Star Project im nordwestlichen British Columbia und plant dort eine Bohrmenge von 15.000 Metern. Die jüngsten Arbeiten konzentrierten sich auf eine westliche Erweiterung der ressourcendefinierenden Bohrungen im Kupfer-Gold-Porphyr-System Star Main.
Im westlichen Teil des Zielgebiets Star Main hat Star Copper vier Bohrlochbohrungen mit einer Gesamtlänge von rund 2.200 Metern abgeschlossen. Die Bohrungen sind darauf ausgelegt, das Hauptstörungssystem zu durchdringen und wichtige Lücken im bestehenden Bohrnetz zu schließen. Parallel wurde ein umfassendes geophysikalisches Programm zur induzierten Polarisation (IP) und Magnetotellurik (MT) in 3D abgeschlossen.
Das Unternehmen notiert an der CSE unter dem Kürzel STCU, am OTCQX als STCUF und an der Frankfurter Börse unter SOP (WKN A416ME). Der zuletzt gemeldete Kurs lag bei 0,79. Der Bericht stammt von Darryl Jones und wurde am 29. September 2026 über ACCESS Newswire aus Vancouver veröffentlicht.
Die Details
Das Explorationsprogramm Star Main 2026 wurde um drei Hauptziele herum aufgebaut. Erstens die Ressourcendefinition: Lücken innerhalb der bekannten Mineralisierung von der Oberfläche bis in eine Tiefe von etwa 400 Metern sollen geschlossen werden, um die geologische Kontinuität und Zuverlässigkeit zu verbessern. Das Unternehmen arbeitet dabei auf eine potenzielle erste Mineralressourcenangabe hin.
Zweitens die hypogene Expansion: Das darunterliegende kupfer-goldführende hypogene System soll nach Norden und Nordosten ausgedehnt und ein breiterer, kontinuierlicherer mineralisierter Korridor etabliert werden. Die auf dieses Ziel ausgerichteten Bohrungen wurden, wie das Unternehmen bereits am 21. Juli 2026 berichtete, im Juli 2026 weitgehend abgeschlossen.
Drittens die 3D-geophysikalische Zielfindung: Detaillierte 3D-IP- und MT-Umfragen über Star Main und andere prioritäre Ziele sollen das Verständnis der Geometrie, der strukturellen Architektur und der möglichen Tiefenausdehnung des größeren Porphyr-Systems verbessern. Die Felddatenerfassung ist abgeschlossen, die Auswertung läuft. Darüber hatte Star Copper bereits am 21. März 2026 berichtet.
Bohrloch S-076 testete erfolgreich die westliche Erweiterung in der Tiefe. Die Bohrungen entlang der Westseite von Star Main durchbohrten mehrere signifikante Störungszonen, die schwierige Bohrbedingungen darstellten und die Tiefe bestimmter Bohrungen begrenzten. Trotz dieser Bedingungen durchdrang S-076 die gestörte Sequenz und erreichte eine Endtiefe von 525 Metern. Damit gelang ein wichtiger Test der westlichen und tieferen Bereiche des Star-Main-Systems.
S-076 wurde etwa 70 Meter südwestlich des historischen Bohrlochs S-037 abgeteuft. Es sollte unter anderem die Fortsetzung eines tieferen, höhergradigen Kupfer-Gold-Horizonts testen, der zuvor in S-037 in einer vertikalen Tiefe von rund 380 Metern geschnitten wurde. Das historische Bohrloch S-037 durchschnitt etwa 26 Meter mit 1,26 Prozent CuEq (0,95 Prozent Cu, 0,308 g/t Au) beginnend bei 388 Metern, eingebettet in 122 Meter mit 0,61 Prozent CuEq (0,45 Prozent Cu, 0,151 g/t Au) beginnend bei 294 Metern. Damit war ein wichtiges Ziel für das laufende westliche Bohrprogramm definiert.
Das Hauptstörungssystem bei Star Main verläuft ungefähr in Nordwest-Südost-Richtung. Es wird so interpretiert, dass es diesen Bereich der Lagerstätte in etwa 100 Metern unterhalb der Oberfläche durchquert und lokal die nahe der Oberfläche liegende supergene Mineralisierung stört. Das erfolgreiche Durchdringen dieses strukturellen Korridors und das Testen des darunterliegenden mineralisierten Systems war daher ein zentrales Ziel des westlichen Bohrprogramms 2026.
S-076 erreichte das angestrebte Horizontniveau in einer vertikalen Tiefe von etwa 525 Metern, rund 70 Meter südwestlich von S-037. Die geologische Dokumentation identifizierte starke visuelle Kupfermineralisierung über einen Abschnitt von etwa 60 Metern in der Nähe des angestrebten Horizonts. Lage, Mächtigkeit und Intensität der beobachteten Mineralisierung seien auffällig und äußerst ermutigend und könnten auf die Fortsetzung der tieferen mineralisierten Zone hindeuten, die in S-037 angetroffen wurde.
Das Unternehmen weist ausdrücklich darauf hin, dass visuelle Schätzungen der Mineralhäufigkeit kein Ersatz für Laboranalysen sind. Grad und Kontinuität der Mineralisierung werden erst festgestellt, sobald die analytischen Ergebnisse vorliegen. Kerne aus dem mineralisierten Abschnitt in S-076 wurden für eine beschleunigte Laboranalyse priorisiert; die Ergebnisse sollen veröffentlicht werden, sobald sie verfügbar sind.
S-079 wurde 60 Meter nordwestlich des Bohrlochs S-037 gebohrt, um die nordwestliche mineralisierte Struktur zu testen, die im Trend mit S-037 und S-076 liegt. Starke sichtbare Kupfermineralisierung wurde im gleichen Horizont wie in den Bohrlöchern S-037 und S-048 geschnitten. Der Korridor ist nach Nordwesten und in die Tiefe offen.
Hintergrund: Was bisher geschah
Bereits am 02.06.2026 berichtete aktien.news, dass Star Copper den offiziellen Start seiner Explorations- und Bohrkampagne 2026 auf dem Vorzeigeprojekt Star in British Columbia bekannt gegeben hatte. Damals mobilisierte das Unternehmen Ressourcen für ein vollständig finanziertes 15.000-Meter-Bohrprogramm – das größte in der Geschichte des Unternehmens. Mit diesem Programm sollte die historische Gesamtbohrmeteranzahl auf dem Projekt verdoppelt werden. Übergeordnetes Ziel der Kampagne war die Erstellung einer ersten Ressourcenschätzung sowie die Überprüfung der unternehmenseigenen Hypothese zu verschachtelten Porphyr-Lagerstätten.
Was das für Anleger bedeutet
Star Copper befindet sich in einer reinen Explorationsphase. Es existiert bislang keine Mineralressourcenangabe, und das Unternehmen formuliert eine solche lediglich als potenzielles Ziel. Für Anleger bedeutet das ein hohes Risiko bei gleichzeitig möglicherweise erheblichem Chancenpotenzial, wie es für Junior-Explorer typisch ist.
Positiv hervorzuheben ist, dass das 15.000-Meter-Programm nach früheren Angaben vollständig finanziert ist und die Bohrungen im westlichen Erweiterungsgebiet planmäßig abgeschlossen wurden. Die visuell starke Kupfermineralisierung in S-076 und S-079 liefert geologische Hinweise auf die Fortsetzung des mineralisierten Korridors. Diese Beobachtungen sind jedoch ausdrücklich kein Nachweis wirtschaftlich relevanter Gehalte.
Der entscheidende nächste Prüfstein sind die Laboranalysen. Erst sie zeigen, ob die sichtbare Mineralisierung tatsächlich mit den Gehalten des historischen Bohrlochs S-037 vergleichbar ist. Anleger sollten daher die angekündigten Analyseergebnisse abwarten, bevor sie die Bedeutung des westlichen Bohrprogramms abschließend bewerten. Der zuletzt gemeldete Kurs der Aktie lag bei 0,79.
Ausblick
Nach Angaben des Unternehmens ist die Felddatenerfassung der 3D-IP- und MT-Umfragen abgeschlossen, die Auswertung läuft. Die Kerne aus dem mineralisierten Abschnitt in S-076 wurden für eine beschleunigte Laboranalyse priorisiert; die Analyseergebnisse sollen veröffentlicht werden, sobald sie verfügbar sind. Der mineralisierte Korridor bei Star Main ist nach Nordwesten und in die Tiefe offen, was weitere Bohrungen in diesem Bereich nahelegt. Übergeordnetes Ziel des laufenden Programms bleibt die potenzielle erste Mineralressourcenangabe für das Star Project.
Kurz erklärt
- Porphyr-Lagerstätte: großvolumiges Kupfer-Gold-Vorkommen, das typischerweise in und um erstarrte Magmakörper entsteht.
- CuEq: Kupferäquivalent, eine Kennzahl, die weitere Metallgehalte in einen vergleichbaren Kupfergehalt umrechnet.
- Supergene Mineralisierung: durch Verwitterung und Auslaugung entstandene, oberflächennahe Anreicherung von Metallen.
