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Asiatische Börsen im Aufwind nach Trump-Wahlsieg

Tech-Sektor legt zu, Autoindustrie zeigt Schwächen, Anleger warten auf US-Impulse

2 Min
Asiatische Börsen im Aufwind nach Trump-Wahlsieg

Die asiatischen Aktienmärkte zeigen weiterhin eine Aufwärtsbewegung, angeführt von positiven Impulsen aus den USA. In Tokio legte der Nikkei-Index, der 225 führende Werte umfasst, um 0,3 Prozent auf 39.500 Punkte zu. Der breiter aufgestellte Topix blieb nahezu unverändert bei 2744 Zählern. Besonders im Bereich der Technologie- und Halbleiterunternehmen verzeichneten japanische Aktien Gewinne. Auch der auf künstliche Intelligenz spezialisierte Investor SoftBank Group profitierte von der allgemeinen Aufwärtsbewegung und konnte seinen Kurs um 2,9 Prozent steigern. Diese Kursentwicklung wird durch die positive Stimmung an der Wall Street gestützt, die auch die japanischen Tech-Aktien beeinflusst hat.

In China hingegen entwickelte sich die Lage an den Börsen gemischt. Der Shanghai Composite Index konnte seine anfänglichen Gewinne nicht halten und schloss zuletzt 0,5 Prozent im Minus bei 3454 Zählern. Anleger in China warten auf konkrete Informationen zu geplanten wirtschaftlichen Anreizen der Regierung. Trotz des allgemeinen Rückgangs stiegen die Aktien in strategisch wichtigen Sektoren wie Informationssicherheit, Verteidigung, Chipherstellung und seltene Erden. Diese Bereiche profitierten von den Erwartungen an eine verstärkte staatliche Unterstützung, insbesondere vor dem Hintergrund der zunehmenden Spannungen mit den USA nach der Wiederwahl von Donald Trump. Der CSI Information Security Index verzeichnete im frühen Handel ein Plus von über vier Prozent und erreichte damit ein 16-Monats-Hoch. Auch der CSI Defence Index und der CSI Navigation Satellite Industry Index legten um über drei beziehungsweise vier Prozent zu.

Ein herber Rückschlag war allerdings bei den japanischen Automobilherstellern zu verzeichnen. Nissan Motor fiel um bis zu zehn Prozent, nachdem das Unternehmen angekündigt hatte, weltweit 9000 Stellen abzubauen und 20 Prozent der Produktionskapazitäten zu reduzieren. Dies führte zu einem Kursrückgang um 6,3 Prozent bei Nissan. Auch Toyota und Honda konnten sich diesem Trend nicht entziehen und verloren 2,4 beziehungsweise 2,7 Prozent an Wert.

Die Marktlage wird weiterhin stark von der Unsicherheit über die zukünftige Wirtschaftspolitik der USA unter der neuen Trump-Regierung beeinflusst. Laut Shoki Omori, dem Chefstrategen für Japan bei Mizuho Securities, hat die Euphorie über den Wahlausgang bereits nachgelassen, und Investoren blicken zunehmend auf die politischen Aussichten in den Vereinigten Staaten. Omori betonte, dass Marktteilnehmer verstärkt auf potenziell marktbewegende Äußerungen Trumps in den sozialen Medien achten werden.

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