ANZEIGE

Archer Aviation: Ist die Aktie bei 5 Dollar ein Kauf?

Archer-Aktie fällt auf 5 Dollar – Chancen und Risiken im eVTOL-Markt

2 Min
Archer Aviation: Ist die Aktie bei 5 Dollar ein Kauf?

Die Aktie von Archer Aviation notiert derzeit bei rund fünf US-Dollar – ein deutlicher Rückgang von den Hochs des vergangenen Jahres, als das Papier zeitweise fast 15 Dollar kostete. Der Hersteller elektrischer Senkrechtstarter (eVTOL) kämpft weiterhin um die Zertifizierung seines Flugzeugs „Midnight“, was die Anleger zunehmend verunsichert. Bei einer Marktkapitalisierung von rund vier Milliarden Dollar stellt sich die Frage, ob der Einstieg zu diesem Kurs ein lohnendes Investment ist.

Vor nicht allzu langer Zeit profitierten Archer und andere eVTOL-Unternehmen von einer enormen Begeisterungswelle. Die Vision von Lufttaxis, die den Verkehr in überfüllten Städten entlasten sollen, trieb die Kurse in die Höhe. Doch die Ernüchterung ist eingekehrt: Der Weg zur kommerziellen Nutzung ist steiniger als erwartet, und die bürokratischen Hürden sind hoch.

Der Markt für Lufttaxis braucht Zeit

Die Euphorie über Lufttaxis und ihr Potenzial ist ungebrochen. Gleichzeitig wird die Branche mit erheblichen regulatorischen Herausforderungen konfrontiert. Denn bereits die herkömmliche Luftfahrt stellt die Fluglotsen vor immense Aufgaben – eVTOLs und Drohnen würden die Komplexität weiter erhöhen. Der Markt soll zwar wachsen, aber selbst bis zum Ende des Jahrzehnts wird er nicht massiv sein.

Laut Daten von Mordor Intelligence wird der Lufttaximarkt bis 2031 voraussichtlich ein Volumen von rund 10,6 Milliarden Dollar erreichen. Das wäre ein deutlicher Anstieg gegenüber den erwarteten 4,5 Milliarden Dollar im Jahr 2026. Die große Frage bleibt jedoch, ob es sich lediglich um einen Nischenmarkt handelt oder ob eVTOLs in belebten Städten zur Norm werden. Eine eindeutige Antwort gibt es darauf nicht.

Archer kämpft mit Verlusten und Unsicherheiten

Bis zur Zertifizierung des Flugzeugs „Midnight“ bleibt das Investment in Archer mit einem beträchtlichen Risiko behaftet. Die Verluste des Unternehmens sind nicht nur hoch, sie steigen sogar. Im jüngsten Quartal, das am 30. Juni endete, verzeichnete Archer einen Nettoverlust von mehr als 263 Millionen Dollar. Im Vorjahr lag der Verlust noch bei 206 Millionen Dollar.

Selbst nach Aufnahme des Betriebs könnte es nicht reibungslos verlaufen. Der Markt ist offensichtlich kapitalintensiv, und die finanziellen Anforderungen werden vermutlich hoch bleiben. Die Risiken und Unsicherheiten betreffen nicht nur Archer selbst, sondern die gesamte Branche. Vorschriften und bürokratische Hürden könnten das langfristige Wachstumspotenzial erheblich beeinträchtigen.

Kein Schnäppchen bei fünf Dollar

Selbst beim aktuellen Kurs von rund fünf Dollar ist die Aktie von Archer keineswegs ein günstiger Kauf. Das Papier richtet sich in erster Linie an Wachstumsinvestoren mit einer hohen Risikobereitschaft und der nötigen Geduld. Für alle anderen Anleger könnte es die beste Option sein, eine abwartende Haltung gegenüber Archer einzunehmen.

Die Chancen im Bereich der elektrischen Senkrechtstarter sind zweifellos vorhanden. Doch der Weg dorthin ist lang, teuer und mit erheblichen Unsicherheiten verbunden. Wer in Archer investiert, setzt auf eine Zukunft, die noch lange nicht Realität ist – und das zu einem Preis, der alles andere als günstig erscheint.

Archer AviationACHREvtolLufttaxiAktieWachstumsaktieMidnightMordor Intelligence

Meistgelesene News

  1. Jugendarbeitslosigkeit in China steigt im August auf 18,9 Prozent
  2. Volvo Cars kämpft mit EX60-Produktionsziel und Batterieplänen
  3. Frankfurter Erbpacht-Schock: 1.900 Prozent mehr für Hausbesitzer
  4. BlackRock-Strategin warnt: Fed-Zinsentscheidung ist nicht die entscheidende Frage
  5. Warsteiner verliert Motel One und Sauerland-Stern als Kunden

Disclaimer