ANZEIGE

Apple prüft Intel und Samsung als alternative Chip-Hersteller

Der iPhone-Konzern führt Sondierungsgespräche, um seine Abhängigkeit vom langjährigen Partner TSMC zu reduzieren.

2 Min
Apple prüft Intel und Samsung als alternative Chip-Hersteller

Apple hat Sondierungsgespräche mit Intel und Samsung Electronics über die Produktion von Prozessoren für seine Geräte geführt. Das berichtete Bloomberg News am Dienstag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Der Schritt signalisiert, dass der iPhone-Hersteller seine Lieferkette breiter aufstellen möchte.

Bislang bezieht Apple seine maßgeschneiderten Chips nahezu ausschließlich vom taiwanischen Halbleitergiganten Taiwan Semiconductor Manufacturing Co (TSMC). Diese Chips treiben iPhones, iPads und Macs an und gelten als zentrales Element von Apples Technologiestrategie. Eine Diversifizierung der Chip-Fertigung wäre ein bedeutender strategischer Schritt für den Konzern.

Frühe Gespräche mit Intel und Samsung

Die Gespräche befinden sich laut Bloomberg noch in einem frühen Stadium. Sie spiegeln Apples Bemühungen wider, die Abhängigkeit von einem einzigen Lieferanten für seine maßgeschneiderten Chips zu verringern. Endgültige Entscheidungen wurden bislang noch nicht getroffen.

Im Rahmen der Sondierungen hat Apple Intel wegen einer potenziellen Nutzung seiner Foundry-Dienstleistungen kontaktiert. Darüber hinaus haben Apple-Führungskräfte Samsungs neue Chip-Produktionsstätte besucht, die sich derzeit im US-Bundesstaat Texas im Bau befindet. Beide Unternehmen gelten als potenzielle Alternativen oder Ergänzungen zu TSMC.

Strategische Bedeutung für die Lieferkette

Für Apple wäre jede Änderung in der Chip-Fertigung ein bedeutender Wandel in der Lieferkettenstrategie. Die Abhängigkeit von einem einzigen Hersteller birgt Risiken – sei es durch geopolitische Spannungen rund um Taiwan, Kapazitätsengpässe oder Preisverhandlungen. Eine breitere Aufstellung würde Apple mehr Verhandlungsmacht und Versorgungssicherheit verschaffen.

Intel hat in den vergangenen Jahren massiv in den Ausbau seiner Foundry-Sparte investiert, um externe Kunden für die Chip-Produktion zu gewinnen. Samsung betreibt ebenfalls ein Foundry-Geschäft und baut seine Kapazitäten in den USA aus. Beide Unternehmen wären aus strategischer Sicht interessierte Partner für einen Auftrag von Apples Größenordnung.

Für Anleger der betroffenen Unternehmen – Apple (Nasdaq: AAPL), Intel (NASDAQ: INTC) und Samsung Electronics (KS: 005930) – sind die Berichte mit Vorsicht zu genießen. Da sich die Gespräche in einem frühen Stadium befinden und keine konkreten Vereinbarungen vorliegen, bleibt die tatsächliche Auswirkung auf die Geschäftszahlen der Beteiligten vorerst offen.

Apple Chip-HerstellerApple Intel SamsungTsmc LieferketteApple AaplIntel FoundrySamsung Chip-ProduktionApple Lieferkettenstrategie

Meistgelesene News

  1. Volvo Cars kämpft mit EX60-Produktionsziel und Batterieplänen
  2. Jugendarbeitslosigkeit in China steigt im August auf 18,9 Prozent
  3. Iran-Kriegsende droht: Insider kaufen trotz Ölpreis-Risiko Energieaktien
  4. SpaceX-Aktie: Kann eine 5.000-Dollar-Investition zum Millionär machen?
  5. BlackRock-Strategin warnt: Fed-Zinsentscheidung ist nicht die entscheidende Frage

Disclaimer