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Apax, Nordic Capital und Dalmore prüfen Übernahme der JLA Group

Cinven will den britischen Gewerbeausrüster JLA für mehr als eine Milliarde Pfund verkaufen – mehrere Bieter sind im Gespräch.

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Apax, Nordic Capital und Dalmore prüfen Übernahme der JLA Group

Mehrere Private-Equity-Investoren umwerben den britischen Anbieter von Gewerbeausrüstung JLA Group. Wie Bloomberg News am Samstag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtete, gehört der Infrastrukturinvestor Dalmore Capital zu den potenziellen Käufern, die eine Übernahme des Unternehmens von der Private-Equity-Firma Cinven prüfen. Auch die Beteiligungsgesellschaften Apax Partners und Nordic Capital seien auf der Suche nach dem Unternehmen, so die Quellen gegenüber Bloomberg.

Cinven hatte den Verkaufsprozess für JLA Anfang dieses Jahres wieder aufgenommen. Dabei strebt die Buyout-Firma eine Bewertung von mehr als einer Milliarde Pfund an, umgerechnet rund 1,3 Milliarden US-Dollar. Als Treiber dieses Vorhabens nennt Bloomberg das wachsende Interesse der Private-Equity-Branche an britischen Industrie- und kritischen Dienstleistungsaktiva. Bei der Beratung zum Verkauf arbeitet Cinven mit der Investmentbank Goldman Sachs zusammen.

Die Gespräche laufen den Angaben zufolge noch und könnten nicht zu einer Einigung führen. Die Personen, die Bloomberg unter der Bedingung der Anonymität über die vertraulichen Beratungen informierten, warnten ausdrücklich vor diesem Szenario. Ein Verkauf ist also keineswegs gesichert.

Ein zweiter Anlauf nach abgebrochenem Prozess

Bereits im Jahr 2024 hatte Cinven einen Ausstieg aus JLA erwogen. Damals brach die Beteiligungsgesellschaft den Prozess jedoch ab. Als Grund nannte sie die Einschätzung, dass die ursprünglichen Übernahmeangebote den mittelfristigen Gewinnverlauf des Unternehmens unterschätzten. Cinven hatte JLA im Jahr 2018 von HgCapital übernommen.

JLA hat seinen Hauptsitz in Ripponden in der Grafschaft West Yorkshire. Das Unternehmen beliefert und wartet gewerbliche Wäscherei-, Gastronomie-, Heizungs- und Brandschutzsysteme für institutionelle Kunden in ganz Großbritannien. Zu den Abnehmern zählen Krankenhäuser, Pflegeheime, Universitäten und Anbieter aus dem Hospitality-Sektor. Damit bedient JLA einen Bereich, der als kritische Infrastruktur des täglichen Betriebs gilt – ein Aspekt, der das Interesse von Finanzinvestoren erklärt.

Für deutsche Anleger ist die Transaktion vor allem ein Signal für die anhaltende Attraktivität sogenannter kritischer Dienstleistungsunternehmen. Solche Geschäftsmodelle zeichnen sich durch wiederkehrende Wartungs- und Serviceverträge aus, die planbare Erträge liefern. Das erklärt, warum sich Finanzinvestoren trotz eines insgesamt zurückhaltenden Marktumfelds für solche Ziele interessieren.

Dalmore Capital mit neuer Eigentümerstruktur

Ein besonderes Augenmerk liegt auf Dalmore Capital. Der Investor konzentriert sich auf Infrastrukturanlagen im mittleren Marktsegment und verwaltet rund 5,7 Milliarden Pfund. Im November wurde das Unternehmen von Royal London Asset Management Ltd. übernommen, der Investmenttochter des britischen Versicherers Royal London. Damit steht hinter Dalmore ein strategischer Eigentümer mit langfristigem Kapitalhorizont.

Sollte Dalmore den Zuschlag erhalten, wäre dies ein weiteres Beispiel für die zunehmende Verflechtung von Private-Equity- und Infrastrukturkapital. Der Verkaufsprozess von JLA reiht sich damit in eine Reihe von Transaktionen ein, bei denen britische Industrie- und Serviceunternehmen im Fokus von Finanzinvestoren stehen.

Ob es tatsächlich zu einem Abschluss kommt, bleibt offen. Klar ist: Mit Apax Partners, Nordic Capital und Dalmore Capital ist ein breites Bieterfeld im Rennen, und Cinven verfolgt mit der Bewertung von mehr als einer Milliarde Pfund ehrgeizige Ziele. Der weitere Verlauf dürfte auch davon abhängen, wie überzeugend die Interessenten den mittelfristigen Ertragsausblick von JLA bewerten – genau jener Punkt, an dem der erste Anlauf im Jahr 2024 gescheitert war.

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