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Anycoin Direct erhält Bafin-Lizenz für Kryptoverwahrung in Deutschland

Aufschwung der Kryptowährungen weckt Interesse – Neunter Lizenzinhaber in Deutschland, weitere Anträge gestellt

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Anycoin Direct erhält Bafin-Lizenz für Kryptoverwahrung in Deutschland

Das Interesse an Kryptowährungen hat in den letzten Jahren stark zugenommen, und mit ihm auch die Nachfrage nach Kryptoverwahrlizenzen in Deutschland. Am 12. Januar 2024 erhielt Anycoin Direct, ein niederländisches Unternehmen, die begehrte Kryptoverwahrlizenz von der Finanzaufsicht Bafin. Damit ist Anycoin Direct das neunte Unternehmen in Deutschland, dem diese Lizenz gewährt wurde. Die Erlaubnis ermöglicht es dem Unternehmen, digitale Wertpapiere wie Bitcoin, Anleihen und Fonds über die Blockchain zu verwalten.

Dieser Schritt ist ein großer Meilenstein für Anycoin Direct, wie Geschäftsführer Bas Lamers betonte. Bislang war die Plattform in den Niederlanden und Österreich aktiv, aber mit der Bafin-Lizenz kann das Unternehmen nun auch in Deutschland Kunden ansprechen. Anycoin Direct hatte bereits in der Vergangenheit auf dem deutschen Markt agiert, jedoch die Annahme deutscher Kunden eingestellt, um die Lizenz der Bafin zu beantragen.

Die Kryptowelt erlebte im Jahr 2022 einen Absturz, der viele Spezialanbieter in Schwierigkeiten brachte und die Skepsis in der traditionellen Finanzwelt gegenüber digitalen Währungen verstärkte. Doch inzwischen haben sich die Kurse von Bitcoin und Ethereum deutlich erholt. Am Mittwochabend genehmigte die US-Börsenaufsicht SEC sogar börsengehandelte Bitcoin-Fonds, was von der Kryptobranche als Durchbruch gefeiert wurde.

Die gute Performance von Kryptowährungen hat das Interesse an Kryptoverwahrlizenzen wiederbelebt. Nach Angaben der Bafin haben derzeit mehrere Unternehmen Anträge auf diese Erlaubnis gestellt. Die DWP Bank gab ebenfalls bekannt, diesen Schritt gegangen zu sein. Allerdings gab es auch einige Ablehnungen seitens der Bafin, die bestandskräftig wurden, sowie Unternehmen, die ihre Anträge zurückzogen.

Einige Finanzinstitute nutzen eine Übergangsregelung, die es ihnen erlaubt, ihr Geschäft fortzusetzen, während ihr Antrag auf eine Kryptoverwahrlizenz noch in Bearbeitung ist. Dies betrifft insbesondere diejenigen, die bereits vor der Einführung der zusätzlichen Kryptolizenzen aktiv waren.

Neben Anycoin Direct streben auch andere Banken eine Erlaubnis für die Kryptoverwahrung an, darunter die Dekabank, obwohl für große Geldhäuser die Europäische Zentralbank für die Erlaubniserweiterung zuständig ist.

Anycoin Direct, mit über 500.000 Kunden, hat sich zum Ziel gesetzt, im europäischen Wettbewerb mit anderen Anbietern vor allem durch exzellenten Kundenservice für Einsteiger zu punkten. Die Plattform möchte den Einstieg in die Welt der Kryptowährungen so zugänglich und benutzerfreundlich wie möglich gestalten, so Bas Lamers, Geschäftsführer von Anycoin Direct. Mit der Bafin-Lizenz ist das Unternehmen nun bestens gerüstet, um seine Dienste in Deutschland anzubieten und von der wachsenden Nachfrage nach Kryptoverwahrung zu profitieren.

KryptowährungenBaFinAnycoin Direct

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