Analog Devices: KI-Boom treibt Quartalsprognose über Erwartungen
Chiphersteller profitiert von massiven Investitionen in Rechenzentren für künstliche Intelligenz.

Der US-Halbleiterhersteller Analog Devices hat am Mittwoch eine Umsatzprognose für das zweite Quartal vorgelegt, die die Erwartungen der Wall Street deutlich übertrifft. Das in Wilmington, Massachusetts ansässige Unternehmen rechnet mit Erlösen von 3,5 Milliarden US-Dollar, plus oder minus 100 Millionen Dollar. Analysten hatten im Durchschnitt lediglich 3,23 Milliarden Dollar erwartet. Die Aktie legte im vorbörslichen Handel um fast 8 Prozent zu.
Getrieben wird das starke Wachstum durch die anhaltende Nachfrage aus dem Industrie- und Rechenzentrumssektor. Die massiven Investitionen in die Infrastruktur für generative KI-Anwendungen kompensieren dabei ein schwieriges makroökonomisches und geopolitisches Umfeld. Hyperscaler wie Amazon, <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AMSFT">Microsoft und Google bauen ihre Kapazitäten kontinuierlich aus und benötigen dafür hochwertige Halbleiterkomponenten.
Beim bereinigten Gewinn je Aktie zeigt sich Analog Devices ebenfalls optimistisch. Das Unternehmen prognostiziert 2,88 Dollar pro Aktie, plus oder minus 15 Cent. Der Analystenkonsens hatte hier nur 2,31 Dollar je Aktie veranschlagt. Diese deutliche Übertreffung der Erwartungen unterstreicht die operative Stärke des Chipspezialisten.
Starkes erstes Quartal als Basis
Bereits im ersten Quartal konnte Analog Devices überzeugen. Mit einem Umsatz von 3,16 Milliarden Dollar übertraf der Konzern die Schätzungen von 3,12 Milliarden Dollar. CFO Richard Puccio betonte, dass der Umsatzausblick für das zweite Quartal einen neuen Höchststand für das Unternehmen darstellt.
"Während das makroökonomische und geopolitische Umfeld weiterhin herausfordernd bleibt, spiegelt unser Umsatzausblick für das zweite Quartal einen neuen Höchststand für ADI wider", erklärte Puccio. Dies unterstreiche die starke operative Umsetzung angesichts zyklischer und säkularer Wachstumsfaktoren.
KI-Boom als Wachstumstreiber
Der anhaltende Boom im Bereich der künstlichen Intelligenz erweist sich für Halbleiterhersteller wie Analog Devices als entscheidender Wachstumstreiber. Die Nachfrage nach leistungsfähigen Chips für KI-Anwendungen bleibt auf hohem Niveau. Besonders die Expansion der Rechenzentrumskapazitäten durch große Tech-Konzerne stützt das Geschäft nachhaltig.
Analog Devices profitiert dabei von seiner breiten Produktpalette und seiner Positionierung als Zulieferer für kritische Komponenten in der Rechenzentrumsinfrastruktur. Das Unternehmen beliefert sowohl traditionelle Industriekunden als auch die wachsende Zahl von Rechenzentren für KI-Workloads.
