American Bitcoin: Trump-Miner meldet Quartalsverlust von 59 Millionen Dollar
Der Bitcoin-Miner der Trump-Familie kämpft nach seinem Börsengang mit massiven Verlusten und einem Kurseinbruch von 87 Prozent.

American Bitcoin, der Bitcoin-Miner der Trump-Brüder, hat im jüngsten Quartal einen Nettoverlust von 59 Millionen US-Dollar verbucht. Das ist ein drastischer Rückschlag gegenüber dem Vorquartal, in dem das Unternehmen noch einen Gewinn von 3,5 Millionen Dollar erzielte. Hauptursache für den Fehlbetrag war ein Marktbewertungsverlust auf die gehaltenen Bitcoin-Bestände.
Auf Jahressicht fällt die Bilanz noch deutlicher aus: Bei einem Umsatz von 185 Millionen Dollar summiert sich der Verlust auf 153 Millionen Dollar. Das Unternehmen hielt zum Jahresende 2025 insgesamt 5.401 Bitcoin in seinem Bestand. Zum Vergleich: Am frühen Donnerstag notierte Bitcoin bei rund 68.000 Dollar je Coin – der Bestand entspricht damit einem Marktwert von etwa 367 Millionen Dollar.
Riskanter Börsenstart per Reverse Merger
American Bitcoin entstand im März 2025 durch eine Abspaltung von einem anderen Bitcoin-Mining-Unternehmen. Den Weg an die Börse wählte die Gesellschaft über einen sogenannten Reverse Merger – eine in den USA häufig genutzte Methode, bei der ein privates Unternehmen durch die Übernahme einer bereits börsennotierten Mantelgesellschaft ohne klassisches IPO an die Börse gelangt. Seit dem Debüt im September sind die Aktien um 87 Prozent eingebrochen.
Der starke Kursverlust verdeutlicht die Risiken, die mit Bitcoin-Mining-Unternehmen verbunden sind. Deren Ergebnisse hängen stark vom Bitcoin-Kurs, den Energiekosten und der globalen Mining-Konkurrenz ab. Schwankende Kryptokurse schlagen sich direkt in der Bilanz nieder, da die gehaltenen Coins zum Marktwert bewertet werden müssen.
Für deutsche Anleger ist das Unternehmen vor allem als prominentes Beispiel für die Verbindung von politischen Marken und dem Kryptomarkt relevant. Die Beteiligung der Trump-Familie unterstreicht das wachsende Interesse politischer Akteure an der Kryptoindustrie – birgt aber auch erhebliche Reputations- und Marktrisiken.
